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Hepatitis C: Leitlinie erneut aktualisiert

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Hepatitis C: Leitlinie erneut aktualisiert
 


Gerade erst zugelassen und schon in der Leitlinie empfohlen: Das Tempo, mit dem es die neuen Hepatitis-C-Wirkstoffe Ledipasvir (in Kombination mit Sofosbuvir in Harvoni®), Paritaprevir/Ombitasvir (Viekirax®) und Dasabuvir (Exviera®) zum Therapiestandard gebracht haben, ist rekordverdächtig. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt sie in einem jetzt vorgelegten Addendum zur S3-Leitlinie gemäß der jeweiligen Zulassung zur Behandlung von Patienten mit Hepatitis-C-Infektionen der Genotypen 1 oder 4. Keine Standardtherapeutika mehr sind dagegen die beiden Protease-Inhibitoren Telaprevir (Incivo®) und Boceprevir (Victrelis®), die erst seit 2011 auf dem deutschen Markt sind.

«Normalerweise dauert die Aktualisierung einer Leitlinie mindestens zwei Jahre», sagt Professor Dr. Christoph Sarrazin von der Uniklinik Frankfurt am Main in einer Pressemitteilung der DGVS. Bei Veränderungen von so großer klinischer Bedeutung wie in diesem Fall sei es aber sinnvoll, von den regulären Abläufen abzuweichen. Erstellt hat das Addendum eine Expertengruppe aus Vertretern der DGVS und anderer beteiligter medizinischer Fachgesellschaften.

In der Behandlung der Hepatitis C überschlugen sich in jüngster Zeit die Ereignisse. Mit der Hinzunahme von Telaprevir oder Boceprevir zur bis dato üblichen Ribavirin-Interferon-Kombitherapie konnten die Heilungsraten bereits deutlich gesteigert werden. Doch wurde dieser Fortschritt bald schon von weiteren und noch größeren überholt. Insbesondere der nun vielfach mögliche Verzicht auf Interferon verbesserte die Verträglichkeit enorm, ohne dass es Einbußen bei den Heilungsraten gegeben hätte. In den letzten 14 Monaten kamen außer den genannten folgende Wirkstoffe neu auf den deutschen Markt: der NS5B-Hemmer Sofosbuvir (Sovaldi®), der NS3/4A-Hemmer Simeprevir (Olysio®) und der NS5A-Inhibitor Daclatasvir (Daklinza®). Ledipasvir und Ombitasvir gehören ebenfalls zu den NS5A-Inhibitoren, Paritaprevir ist ein NS3/4A-Hemmer. Für die Therapie von Patienten mit Hepatitis-C-Infektion werden stets mehrere Wirkstoffe miteinander kombiniert. (am)
 
Lesen Sie dazu auch:
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04.03.2015 l PZ
Foto: Fotolia/yuu
 

 

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