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Darmkrebs: Auf Vorsorge und Lebensstil achten

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Darmkrebs: Auf Vorsorge und Lebensstil achten
 


Wer zur Darmspiegelung geht, hat ein rund 90 Prozent niedrigeres Risiko, innerhalb von zehn Jahren an einem Kolon- oder Rektumkarzinom zu erkranken, als Vorsorgemuffel. Darauf weist die Felix-Burda-Stiftung kurz vor Beginn des Darmkrebs-Monats hin und verweist auf erste Ergebnisse der DACHS-Studie, die im März 2014 veröffentlicht wurden. An der nach Angaben der Stiftung weltweit größten Studie zur Darmkrebsvorsorge nehmen mittlerweile fast 5000 Darmkrebspatienten und fast 5000 Kontrollpersonen teil. Zudem sei die Überlebensrate der Patienten, bei denen der Krebs durch die Koloskopie in einem frühen Stadium entdeckt wurde, sehr viel höher, als wenn die Patienten bereits mit ersten Beschwerden die Diagnose erhalten.

«Die Darmspiegelung wird auf lange Sicht nicht nur die Darmkrebs-Sterblichkeit senken», so Studienleiter Professor Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Das endoskopische Screening sei echte Prävention. Im Gegensatz zu anderen Screening-Programmen werde auch das Auftreten neuer Krebsfälle deutlich zurückgehen, hofft Brenner. Denn bei der Koloskopie können Vorstufen von Darmkrebs entdeckt und behandelt werden.

Seit 2002 haben gesetzlich Krankenversicherte ab 55 Jahren einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen, die im Abstand von zehn Jahren durchgeführt werden. Seitdem habe die Maßnahme rund 180.000 Darmkrebsfälle verhütet und 80.000 Menschen durch die frühe Diagnose und Behandlung das Leben gerettet, so Christa Maar vom Vorstand der Felix-Burda-Stiftung. «Dass inzwischen rund 5,5 Millionen Menschen diese Untersuchung gemacht haben, ist Beweis dafür, dass sie die große Chance der Vorsorge erkannt haben», kommentiert Maar.

Laut DKFZ ist Darmkrebs weltweit bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste bösartige Erkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 29.000 Frauen und 34.000 Männer. Als Risikofaktoren gelten mangelnde Bewegung, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, der übermäßige Konsum von rotem Fleisch und eine ballaststoffarme Ernährung. Zudem kann eine familiäre Belastung bestehen. (dh)
 
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27.02.2015 l PZ
Foto: Felix-Burda-Stiftung
 

 

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