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E-Shishas und -Zigaretten: Nicht für Kinder und Jugendliche!

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E-Shishas und -Zigaretten: Nicht für Kinder und Jugendliche!
 


Die Deutsche Krebshilfe, das Aktionsbündnis Nichtrauchen sowie Kinderärzte und der Bundeselternrat fordern, die Abgabe von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche zu ver­bie­ten. «Mit vermeintlich harmlosen und schmackhaften E-Shishas und E-Zigaretten wird das Rauchritual eingeübt», sagt Gerd Nettekoven von der Deutschen Krebshilfe laut Nachrichtenagentur dpa. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebs­for­schungs­zen­trum warnt davor, dass die Verdampfungssubstanz gesundheitlich bedenklich sei, vor allem für Kinder und Jugendliche. Mit den Mini-Verdampfern in Form eines Füllers können Substanzen mit und ohne Nikotin inhaliert werden.
 
Die Trägersubstanz in den meisten Liquids ist Propylenglykol, ein Erdölprodukt, das unter anderem als Frostschutzmittel für Autos eingesetzt wird und die Atemwege reizt. In einigen der nicht immer komplett deklarierten Liquids wurden zudem geringe Mengen krebserzeugender Nitrosamine gemessen. Weil viele Nutzer ihre Liquids außerdem aus nicht überprüften Bestandteilen selber mischen, sei das Dampfen eine Art «Chemikalien-Versuch am eigenen Körper», sagen Krebsexperten.
 
Einer kleineren Umfrage des Deutschen Krebsforschungszentrums zufolge haben etwa 10 Prozent der 16- bis 19-Jährigen Erfahrungen mit E-Shishas oder -Zigaretten. Eine umfangreichere, noch unveröffentlichte Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, für die auch 12- bis 17-Jährige befragt wurden, reicht deren Angaben zufolge eher an die für die USA erhobenen Zahlen heran, die bei 40 Prozent liegen.
 
Manche Forscher und Befürworter sehen E-Zigaretten und -Shishas als «gesündere» Alternative zur herkömmlichen Zigarette – auch für Menschen, die es nicht schaffen, mit dem Rauchen komplett aufzuhören. Die Kritiker sehen hingegen keine ausreichenden Hinweise dafür, dass die E-Zigarette dauerhaft entwöhnt; sie sei umgekehrt ein «Einstiegsprodukt».
 
Eine gesetzliche Regelung hinsichtlich der Abgabe von E-Zigaretten und -Shishas an Kinder und Jugendliche gibt es noch nicht. Seit längerem arbeitet die Bundesregierung an einer Novelle des Jugendschutzgesetzes, die dann auch die Abgabe von E-Inhalationsprodukten an Jugendliche und Kinder komplett verbieten könnte. Hier ist aber noch offen, ob sich dies nur auf nikotinhaltige Produkte oder auch auf die meist nikotinfreien E-Shisha-Liquids bezieht. Ein umfassendes Verbot fordert auch der eZigarettenverband selbst, der etwa 70 Prozent der Händler vertritt: «Die E-Zigarette ist in keiner Form für Jugendliche geeignet.» Einzelne Händler, die an Jugendliche verkauften, würden nicht mehr beliefert. Auf Jugendliche ausgerichtete Werbung gibt es in der Branche dennoch.
 
11.02.2015 l PZ/dpa
Foto:Fotolia/Artur Marciniec
 

 

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