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Typ-2-Diabetes: Therapieziele vereinbaren

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Typ-2-Diabetes: Therapieziele vereinbaren
 


In der Therapie von Patienten mit Typ-2-Diabetes geht es heute nicht mehr primär darum, erhöhte Blutzuckerwerte um jeden Preis drastisch zu senken. «Diesen Ansatz hat man bis vor knapp zehn Jahren verfolgt», sagte Professor Dr. Thomas Konrad vom Institut für Stoffwechselforschung in Frankfurt am Main beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming. Heute sei dieses sogenannte glucozentrische Weltbild allerdings obsolet, da Studien gezeigt hätten, dass eine alleinige Senkung des Blutzuckerspiegels die Mortalität der Patienten nicht beeinflusst.
 
«80 Prozent der Patienten mit Typ-2-Diabetes haben außerdem noch eine Fettstoffwechselstörung und Bluthochdruck», sagte Konrad. Der behandelnde Arzt müsse stets das Gesamtbild betrachten und bei der Therapie das individuelle kardiovaskuläre Risikoprofil des Patienten, das auch durch dessen andere Erkrankungen geprägt werde, im Blick haben. Statt starrer Zielwerte gebe es daher heute Zielkorridore, etwa für den HbA1C-Wert von 6,5 bis 7,5 Prozent. Individuell vereinbarte Therapieziele, auf die Arzt und Patient sich einigen, können auch ober- oder unterhalb dieses Korridors liegen.
 
«Die Basistherapie des Typ-2-Diabetes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten allerdings überhaupt nicht verändert: weniger essen und mehr bewegen», so Konrad. Das A und O einer erfolgreichen Behandlung ist daher die Mitarbeit des Patienten. Diesen von der Notwendigkeit einer Änderung seines Lebensstils zu überzeugen bleibt gleichzeitig die schwierigste Aufgabe für die betreuenden Heilberufler. (am) 
 
21.01.2015 l PZ
Foto: Fotolia/Poprocki
 

 

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