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Fortbildung ist Pflicht

EDITORIAL

 

Fortbildung ist Pflicht


Im September haben wir auf dem Deutschen Apothekertag das Perspektivpapier »Apotheke 2030« beschlossen und damit ein gemeinsames Bekenntnis zu mehr patientenorientierter Pharmazie abgelegt. Auf Bundes- und Landesebene diskutieren wir sehr intensiv über die Umsetzung. Denn eines ist klar: Es ist keine Quelle für schöne Sonntagspredigten, die am Montag bereits vergessen sind. Es ist vielmehr eine Quelle, die wir täglich nutzen sollten. So wie Sprunginnovationen bei Arzneimitteln nicht täglich zu verzeichnen sind, werden sie auch bei der Umsetzung des Perspektivpapiers nicht zu erwarten sein. Aber auch Schrittinnovationen bringen uns voran.

 

Zentraler Punkt ist, dass wir als Arzneimittelexperten im heilberuflichen Netzwerk die Medikation der Patienten intensiver begleiten müssen. Wir wollen mit unserer Kompetenz mehr Verantwortung für die gesamte Dauer der Arzneimittelanwendung übernehmen. Und wir fangen dabei nicht bei null an. Mit verschiedenen Modellprojekten in den Ländern oder der vor wenigen Tagen verabschiedeten Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Medikationsanalyse haben wir Weichen gestellt. Und ich freue mich, dass bereits heute viele auf diesen Wegen vorangehen. Aber es müssen noch mehr folgen!

 

Damit wir alle die notwendigen Leistungen kompetent erbringen können, müssen wir unsere Qualifizierungsmöglichkeiten auf den Prüfstand stellen. Für Apotheker sind dies die Fort- und Weiterbildung. Fragen wir uns selbstkritisch, ob Art und Umfang der Fort- und Weiterbildung weiterhin freiwillig und unüberprüft bleiben können. Wir stehen aus europä­ischer Sicht mit den apothekerlichen Dienstleistungen im Wettbewerb. Den können wir nur gewinnen, wenn wir nachweisen, dass die Approbation als hohe Zugangshürde zu unseren freiberuflichen Dienstleistungen auch für die Berufsausübung die Latte ist, die wir ständig überspringen. Deshalb ist die Fortbildungspflicht schon seit langer Zeit ganz real. Ihr muss nachgekommen werden.

 

Fortbildung ist eine Pflicht, die Spaß macht. Das können Sie beim Pharmacon-Kongress vom 18. bis 23. Januar 2015 in Schladming erleben. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesapothekerkammer hat ein hoch aktuelles, interessantes Fortbildungsprogramm zur Pharmakotherapie unserer Volkskrankheiten und zur Arzneimitteltherapiesicherheit zusammengestellt. Damit greifen wir einen zentralen Baustein unseres Perspektivpapiers auf – die patientenorientierte Pharmazie. Nebenbei: Sie erwerben mit Ihrer Teilnahme nachweislich 40 Fortbildungspunkte. Ich freue mich, Sie in Schladming begrüßen zu dürfen.

 

Dr. Andreas Kiefer

Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK)

 



Beitrag erschienen in Ausgabe 50/2014

 

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