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Benzodiazepine: Aufklärungskampagne ohne Apotheker

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Benzodiazepine: Aufklärungskampagne ohne Apotheker
 


Mit einer neuen Kampagne wollen die Barmer-GEK, die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Bundesärztekammer (BÄK) Patienten und Ärzte auf die Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln aufmerksam machen. Nicht erwähnt wird, dass auch Apotheker eine wichtige Rolle für die Aufklärung der gefährdeten Patienten spielen können und ihnen auch beim Entzug helfen können, wie jüngst ein Modellprojekt zeigte.

«Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst», so Andrea Jakob-Pannier, Suchtpräventionsexpertin bei der Barmer-GEK. Die Patienten-Broschüre hebt vor allem auf die 4K-Regel bei Anwendung von Medikamenten mit Abhängigkeitspotenzial ab: klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente. Der zweiseitige Leitfaden für Ärzte umfasst einen Fragebogen für das Screening und enthält Tipps zur Kommunikation mit und Motivation des Patienten.

«Schon nach zwei Wochen beginnt der Körper, sich an ein Medikament zu gewöhnen. Viele haben dann das Gefühl, das Medikament sei nicht mehr stark genug und erhöhen die Dosis», erläutert Dr. Raphael Gaßmann von der DHS in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Deshalb fordert BÄK-Vorstandsmitglied Dr. Christoph von Ascheraden: «Die Einnahme von Benzodiazepinen sollte immer nur unter ärztlicher Kontrolle und nur zur Überbrückung von Krisensituationen erfolgen. Nach längerer Einnahme sollten die Medikamente niemals abrupt abgesetzt werden.»  (dh)
 
Lesen Sie dazu auch
Benzodiazepin-Entzug: Betreuung durch Apotheker und Arzt, PZ-Titelbeitrag 21/2014
Patienten-Broschüre (externer Link)
Leitfaden für Ärzte (externer Link; PDF)
 
04.12.2014 l PZ
Foto: Fotolia/mdi
 

 

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