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Juist: Drohne liefert Medikamente bislang problemlos

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Juist: Drohne liefert Medikamente bislang problemlos
 


Die Deutsche Post DHL ist zufrieden mit den bereits mehr als 20 erfolgreichen Medikamententransporten mittels unbemannten Fluggeräts zwischen der ostfriesischen Hafenstadt Norden und der schwer zu erreichenden Nordsee-Insel Juist. Seit Ende September hat die DHL nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Universität Aachen neues Terrain betreten und testet im Feldversuch die Notfallversorgung mit Arzneimitteln in geografisch schwer zugänglichen Gebieten.

Auf der Insel Juist fahren keine Autos, sondern Pferdekutschen. Die Belieferung der Insel sei stark von den Gezeiten abhängig und Flugzeuge würden nur fliegen, wenn es hell sei, sagte Apotheker Erich Hrdina, Inhaber der Seehund-Apotheke in Juist. Zunächst habe es ein paar Unsicherheiten in der Bevölkerung hinsichtlich der Belieferung der Apotheke mittels sogenanntem Paketkopter gegeben, weiß Hrdina. «Die Kunden dachten, die Drohne kommt bis zu meiner Apotheke geflogen und würde so die Pferde scheu machen. Mittlerweile sind sie aber ganz verrückt nach ihr», sagte der Apotheker.

Tatsächlich fliegt laut DHL die Drohne nicht direkt über Menschen. Demnach wurde sogar die Flugroute dementsprechend ausgerichtet. Dabei seien Geräuschstörungen durch das kleine Flugobjekt weitgehend ausgeschlossen, sagt eine DHL-Sprecherin. Im Abstand von 50 Metern produziere die Drohne einen Geräuschpegel von etwa 44 Dezibel. Damit brummt sie nicht lauter als ein sprechender Mensch, der zwischen 40 und 60 Dezibel laut ist.

Je nach Windstärke benötigt der DHL zufolge die Drohne für die 12 Kilometer lange Strecke rund 15 Minuten. Sie habe im Notfall auch schon gute Dienste geleistet, sagte Hrdina. «Eine Kundin benötigte an einem Samstagabend dringend ein Muskelrelaxans. Die Drohne brachte das Mittel noch spät in der Nacht vorbei», so Hrdina. Bisher habe es bei diesen Transporten noch keine Pannen gegeben, heißt es vonseiten der DHL.

Ob und wie es mit einer möglichen Drohnenn-Notfalllieferung weitergeht, sei noch Zukunftsmusik, sagte Hrdina. Auch wer die Kosten für eine solche Dienstleistung zukünftig trage sei noch offen, eine Übernahme durch die Kasse sei unwahrscheinlich, so der Apotheker. Laut DHL läuft das Forschungsprojekt mit der Belieferung der Insel Juist noch bis Ende des Jahres. (ys)
 
20.11.2014 l PZ
Foto: Deutsche Post DHL
 

 

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