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Notaufnahmen: Eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr

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Notaufnahmen: Eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr
 


Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern machen nach Verbandsangaben mindestens eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr. «Wir versorgen in Deutschland mindestens 20 Millionen Patienten im Jahr», sagte Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), in Nürnberg. 96 Prozent der Fälle seien unterfinanziert. Die Notaufnahmen seien die «Feuerwehr» in Gesundheitssystem. Doch mittlerweile gebe es hier ein riesiges Qualitätsproblem.
 
DGINA-Generalsekretär Timo Schöpke sagte: «Durchschnittlich 60 Prozent der Patienten können direkt nach der Notaufnahme in die ambulante Behandlung entlassen werden.» Damit dies möglich sei, seien aber viele aufwendige Behandlungsmethoden und Apparate notwendig. Das Problem dabei: «Alle Patienten, die nicht im Krankenhaus bleiben, werden nach einem Bewertungsmaßstab vergütet, der für normale Arztpraxen angewendet wird.» Damit die Notaufnahme diese Leistungen und Methoden aber rund um die Uhr und für so viele Patienten anbieten könne, seien die Anschaffungskosten wesentlich höher.
 
1600 Krankenhäuser in Deutschland nehmen laut DGINA an der ambulanten Notfallversorgung teil, maximal 1000 davon auch an der stationären. «Da diese Häuser schon über eine Milliarde minus machen pro Jahr kann man sich vorstellen, dass die Geschäftsführer nicht unbedingt bereit sind, gute Ressourcen und Strukturen aufzubauen», sagte Schöpke. Trotz eines Vorstoßes der Bundesregierung werde sich dieses Problem verschärfen. Denn die Patientenzahlen in den Notaufnahmen stiegen weiterhin.
 
07.11.2014 l dpa
Foto: Fotolia/Kurt Kleemann
 

 

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