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Impfstoff gegen Ebola: Zwei Substanzen im Test

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Impfstoff gegen Ebola: Zwei Substanzen im Test
 


Im Kampf gegen Ebola hofft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen einsatzfähigen Impfstoff ab Anfang 2015. Derzeit konzentriere man sich auf zwei Substanzen, die in klinischen Tests auf ihre Wirksamkeit geprüft würden, sagte die stellvertretende WHO-Generalsekretärin Marie Paule Kieny in Genf. Sollten die Tests positiv verlaufen, könne zu Beginn des kommenden Jahres der Einsatz beginnen. Kieny stellte jedoch klar, dass Massenimpfungen dann wegen der begrenzten Vorräte nicht möglich seien.

 

Für Ebola-Kranke könnte die Therapie mit Blut von genesenen Patienten nach Einschätzung der WHO ein vielversprechender Weg sein. Man verzeichne derzeit ein wachsendes Interesse an solchen Methoden, erklärte Kieny. Die Hoffnung auf einen Therapieerfolg beruht unter anderem darauf, dass sich im Blut von Überlebenden spezielle Antikörper befinden, die Erkrankten helfen können.

 

Bislang sei die Zahl der Behandlungen aber zu gering, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit solcher Therapien zu treffen. Zwei amerikanische Ärzte, die sich in Liberia infiziert hatten, wurden mit dem Blut genesener Patienten behandelt. Beide sind inzwischen wieder gesund. Ob dies an der speziellen Behandlung, an Medikamenten oder an der guten medizinischen Versorgung in den USA lag, kann laut WHO aber nicht eindeutig bestimmt werden.

 

Angesichts des schlechten Zustands der Gesundheitssysteme in Guinea, Liberia und Sierra Leone könne eine großangelegte Bluttherapie dort nicht sofort umgesetzt werden. Deswegen stehe man in Gesprächen mit Gesundheitsbehörden, welche Personengruppen zunächst Zugang zu solchen Behandlungen erhalten sollten. Bislang sind bei der aktuellen Ebola-Epidemie nach Zahlen der WHO mehr als 2900 Menschen gestorben. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen.

 

29.09.2014 l dpa

Foto: Novartis-Behring (Symbolbild)

 

 

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