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Asthma: Tiotropium als Add-on-Therapie zugelassen

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Asthma: Tiotropium als Add-on-Therapie zugelassen
 


Der bisher nur zur Behandlung der COPD eingesetzte langwirksame anticholinerge Bronchodilatator Tiotropium (Spiriva® Respimat®), der die verengten Atemwege für mindestens 24 Stunden erweitert, kann in Zukunft auch bei schwerem Asthma eingesetzt werden, so Hersteller Boehringer Ingelheim in einer Pressemitteilung. Demnach hat die europäische Zulassungsbehörde EMA das Medikament Anfang September als Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Asthmatikern zugelassen, deren Asthma mit einem inhalativen Corticosteroid (wie Budesonid 800 µg pro Tag oder gleichwertig) und einem langwirksamen β2-Agonisten (LABA) nicht ausreichend kontrollierbar ist. Damit ist mindestens eine schwere Exazerbation pro Jahr gemeint.

Die Indikationserweiterung von Tiotropium basiert auf dem umfangreichen UniTinA-asthma® Phase-III-Studienprogramm, an dem erwachsene Asthma-Patienten teilnahmen, die trotz Behandlung mit mindestens inhalativen Corticosteroiden (ICS) oder ICS plus LABA noch Symptome zeigten. Es stellte sich heraus, dass Tiotropium als inhalative Zusatztherapie zur Dauertherapie mit ICS- oder ICS-LABA die Asthma-Symptome signifikant verbesserte.

So erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit für eine Verbesserung der asthmatischen Beschwerden um 68 Prozent. Das Risiko für schwere Asthma-Exazerbationen verringerte sich um 21 Prozent. Das Risiko für eine Verschlechterung des Asthmas reduzierte sich um 31 Prozent. Zudem verlängerte sich die Zeit bis zur ersten schweren Asthma-Exazerbation und bis zur ersten Episode einer Asthma-Verschlechterung.

Laut Boehringer war Tiotropiumbromid in den klinischenStudien gut verträglich, das Sicherheitsprofil war mit Placebo vergleichbar. (rt)
 
15.09.2014 l PZ
Foto: Boehringer Ingelheim
 

 

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