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Tiermedizin: EU will bestimmte Antibiotika verbieten

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Tiermedizin: EU will bestimmte Antibiotika verbieten
 


Zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen will die EU-Kommission künftig schärfere Regeln in der Tiermedizin anwenden. Dies sehen zwei Gesetzgebungsvorschläge vor, die heute von der Kommission in Brüssel verabschiedet worden sind. So soll der Einsatz bestimmter Antibiotika, die für den Menschen lebenswichtig sind, in der Tiermedizin künftig verboten werden können. Zudem ist vorgesehen, die Regeln für Tierarzneimittel in den EU-Mitgliedsstaaten stärker zu harmonisieren. Des Weiteren soll es beispielsweise künftig verboten sein, Arzneifuttermittel präventiv oder als Wachstumsförderer zu verwenden.
 
Bei diesen beiden Vorschlägen gehe es im Wesentlichen um die Tiergesundheit und das Tierwohl, so EU-Gesundheitskommissar Toni Borg. «Sie bedeuten jedoch auch für die menschliche Gesundheit einen entscheidenden Schritt nach vorne, da die einzuführenden Maßnahmen zur Bekämpfung der wachsenden Gefährdung durch Antibiotikaresistenz beitragen und gleichzeitig die Wirksamkeit der Antibiotika sowohl für Mensch als auch Tier erhalten wird.»
 
Nach Angaben des gesundheitspolitischen Sprechers der Christdemokraten im EU-Parlament, Peter Liese, besteht auf der anderen Seite für Halter mancher Tierarten das Problem, dass für bestimmte Anwendungen zu wenig Arzneimittel auf dem Markt sind. Dabei seien besonders Arten von geringerer wirtschaftlicher Bedeutung, wie beispielsweise Truthähne, Fische aber auch Pferde betroffen. Deshalb solle es künftig für Pharmaunternehmen Anreize geben, hier spezielle Arzneimittel zu entwickeln.
 
Über die Vorschläge müssen nun das Europäische Parlament und der Ministerrat beraten. Mit einer Verabschiedung durch die Gesetzgeber ist laut Liese in ein bis zwei Jahren zu rechnen. (et)
 
10.09.2014 l PZ
Foto: Fotolia/il-fede
 

 

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