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DAC/NRF-Rezepturenfinder: Tausendmal gerührt

PHARMAZIE

 
DAC/NRF-Rezepturenfinder

Tausendmal gerührt


Von Anette Schenk / Eine Fundgrube des Online-Angebots von DAC/NRF ist die Rubrik »Rezepturenfinder«. Hier werden neben standardisierten Rezepturformeln kontinuierlich sogenannte freie Rezepturen ergänzt und von DAC/NRF-Mitarbeitern kommentiert.

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Der Relaunch des Internetauftritts von DAC/NRF im Herbst des vergangenen Jahres vereinfachte den Zugriff auf den gesamten Inhalt des Standardwerks erheblich. Mit der Änderung der Apothekenbetriebsordnung rückten jedoch nicht nur allgemeine Fragen zu Herstellung und Prüfung in den Vordergrund. Vor allem bestand nur Bedarf an Hilfsmitteln, die das Bewerten von konkreten Rezepturformeln unterstützen.

 

Experten kommentieren freie Rezepturen

 

DAC/NRF folgte dem Wunsch vieler Abonnenten und begann, auch nicht standardisierte Rezepturformeln zu erfassen und zu kommentieren. Der 2013 beim Apothekertag gestellte Antrag zur Schaffung einer zentralen berufsständischen Rezepturdatenbank verfolgte das gleiche Ziel. Langfristig sollen alle vorhandenen Rezepturdaten erfasst und – sofern sinnvoll – hinsichtlich ihrer Stabilität in Zusammenarbeit mit DAC/NRF sowie dem Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) bewertet werden. Das gilt auch für Negativbeispiele.

 




Eine neue, ungewöhnliche Rezeptur kann beim Apotheker einiges Kopfzerbrechen auslösen. Ein Blick in den Rezepturenfinder von DAC/NRF-Online kann helfen.

Foto: Fotolia/contrastwerkstatt


Zunächst ging der »Rezepturenfinder«, so der Name der Sammlung bei www.dac-nrf.de, mit den Rezepturformeln aus dem DAC/NRF-Werk an den Start. Der vorhandene Bestand wurde und wird sukzessive durch Daten aus verschiedenen Quellen ergänzt. Es sind bislang mehr als 1200 Einträge enthalten, ihre Zahl hat sich seit dem Start im Herbst 2013 nahezu verdoppelt.

 

Neben den DAC/NRF-Rezepturformeln werden Rezepturen weiterer Formularien berücksichtigt und Schritt für Schritt aufgenommen. Die freien Rezepturen speisen sich unter anderem aus der Vielzahl von Anfragen, die seit 2012 bei DAC/NRF eingegangen sind, und dem Fundus des Projekts der Bundesapothekerkammer »Qualitätszirkel Apotheker – Dermatologen«. Auch aktuelle Anfragen zu Rezepturformeln aus der Apothekenpraxis finden sich im Rezepturenfinder wieder. Im Online-Formular für Anfragen an die DAC/NRF-Informationsstelle ist ein Abschnitt zum Eintragen einer Rezepturformel vorgesehen. Wird hiermit eine Rezeptur an DAC/NRF geschickt, können Mitarbeiter der Infostelle die Rezeptur mit einem Kommentar versehen und in den Rezepturenfinder übernehmen. So ist dieses Know-how rund um die Uhr zugänglich.

 

Auch Infos über Fertigarzneimittel

 

Wird ein Fertigarzneimittel für eine Rezeptur verwendet, kann der Hersteller im Idealfall Auskunft über sein Produkt geben. Sofern es die Datenlage zulässt, können auch diese Daten mit in den Rezepturenfinder aufgenommen werden. So sind beispielweise die Bewertungen der Firma Wolff zu ihren eigenen Arzneimitteln enthalten. Gespräche über die Zusammenarbeit mit weiteren Informationsstellen laufen.

 

Die Kommentare zu den mitunter sehr komplexen Zubereitungen fußen zum weit überwiegenden Teil auf dem Fachwissen der DAC/NRF-Mitarbeiter. Stabilitätsuntersuchungen ausgewählter Zubereitungen, die über einen längeren Zeitraum analysiert werden, haben in Zusammenarbeit mit dem ZL begonnen. Die Ergebnisse werden in die Datenbank einfließen.

 

Die Suche in der Datenbank ist denkbar einfach. Gibt man zum Beispiel das Wort Erythromycin in das Suchfeld ein, verweist die Ergebnisliste auf mehr als 70 Treffer im Rezepturenfinder, für Triamcinolonacetonid sind es mehr als 130. Der größte Teil davon stammt nicht aus dem DAC/NRF-Werk, sondern aus anderen Quellen. Die Trefferliste kann mit weiteren Begriffen eingeschränkt werden.

 

Teilweise sind die Datensätze mit Links zu ähnlichen Rezepturen versehen oder mit weiteren Dokumenten verlinkt. Wem also der bewusst knapp gehaltene Kommentar zu einer Rezeptur nicht ausreicht, der kann sich mit wenigen Klicks in das Thema vertiefen, etwa in den passenden »Rezepturhinweis«. Diese behandeln häufig gestellte Fragen und aktuell diskutierte Themen und ergänzen den Rezepturenfinder in idealer Weise. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 28/2014

 

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