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Nutzenbewertung: Ipilimumab fällt endgültig durch

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Nutzenbewertung: Ipilimumab fällt endgültig durch
 


Zweimal hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den monoklonalen Antikörper Ipilimumab (Yervoy® von Bristol-Myers-Squibb) bereits bewertet und keinen Zusatznutzen für nicht vorbehandelte Melanom-Patienten gefunden. Daran ändert auch die Vorlage weiterer Studiendaten nichts, teilte das IQWiG jetzt mit. Bereits Mitte März kam das Institut in zweiter Runde zu dem Schluss, Ipilimumab bringe für nicht vorbehandelte keinen deutlichen Zugewinn an Überlebenszeit gegenüber Dacarbazin, der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten Vergleichstherapie.

Der indirekte Vergleich des Herstellers sei zu unsicher und der postulierte Zusatznutzen zugunsten von Ipilimumab verzerrt. Auch eine aktualisierte, korrigierte Analyse des Herstellers sowie Daten mit einer zweiten Vergleichstherapie hätten hier zu keinem neuen Ergebnis geführt, meldet das IQWiG.

Ipilimumab ist zugelassen zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs, wenn das Melanom nicht mehr operativ entfernt werden kann und Metastasen gebildet hat. Für Melanom-Patienten, die bereits anderweitig behandelt worden waren, hatte das Institut dem Antikörper einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen bescheinigt, allerdings verbunden mit einem ebenfalls erheblichen Schadenpotenzial. Der G-BA entscheidet nun über den Stellenwert des Medikaments, bevor Hersteller und Krankenkassen in die Verhandlungen um den Erstattungspreis gehen. (db)


Lesen Sie dazu auch
Wirkstoffprofil Ipilimumab (Yervoy® / 2011) in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe
Nutzenbewertung Ipilimumab: Kein Erfolg in Runde zwei, PZ 12/2014
 
06.06.2014 l PZ
Foto: Bristol-Myers-Squibb
 

 

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