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Gesellschaft für Dermopharmazie: Nanopartikel sind sicher!

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Gesellschaft für Dermopharmazie: Nanopartikel sind sicher!
 


Nanopartikel in dermalen Produkten, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind, sind anhand der derzeitigen Datenlage als sicher einzustufen. Das betonte die Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) in einer Stellungnahme anlässlich ihrer 18. Jahrestagung in Berlin. So gebe es bislang keine Hinweise, dass die dermale Anwendung von Liposomen ein Risiko darstellt, sagte Privatdozentin Dr. Martina Meinke, Mitglied der Fachgruppe Dermatopharmakologie und -toxikologie.
 
Liposomen zählen per Definition zu den Nanopartikeln, die maximal 100 Nanometer groß sind. In der Kosmetik und Dermopharmazie werden Liposomen seit Langem eingesetzt, um licht- oder sauerstoffempfindliche Wirkstoffe in Formulierungen zu schützen. Auf der Haut zerfallen die Vesikel und geben den Wirkstoff frei. Bestimmte Liposomen können auch eine Barrierestörung der Haut induzieren und damit den Wirkstoff tiefer oder in größeren Mengen in die Haut bringen.
 
Auch Titandioxid und Zinkoxid, die in Form von Nanopartikeln in Sonnenschutzmitteln enthalten sind, gelten als unbedenklich: Die Teilchen durchdringen die gesunde Hautbarriere nicht, sondern verbleiben auf der Hautoberfläche, wo sie das UV-Licht streuen. Hingegen stehen besonders feste, unlösliche Nanopartikel im Verdacht, sie könnten in den Blutkreislauf gelangen und sich in Organen wie der Leber ablagern und dort akkumulieren. Beweise, dass solche Partikel bei einer Größe von mehr als 40 Nanometern durch die intakte Haut penetrieren, gebe es bislang aber nicht, so Meinke. «Was bisher auf dem Markt ist, ist sicher», sagte die Chemikerin. Neue Entwicklungen müssten aber sorgfältig auf ihre Risiken geprüft werden.
 
Der Einsatz von Nanosystemen eröffnet auch neue pharmazeutische Therapieoptionen. Seit Langem gebe es zwar Bestrebungen, Nanopartikel für den Transport von Wirkstoffen durch die Haut einzusetzen. Bis heute ist jedoch kein solches Produkt auf dem Markt. Das unterstreiche die Wahrscheinlichkeit, dass Nanopartikel die gesunde Haut nicht durchdringen, heißt es in der Stellungnahme. Unklar ist die Situation hingegen bei Wunden oder Hautkrankheiten: Ob und in welchem Ausmaß Nanopartikel eine geschädigte Hautbarriere überwinden können, ist nicht genau untersucht. Hier besteht laut der GD noch intensiver Forschungsbedarf. (va)
 
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08.04.2014 l PZ
Foto: Fotolia/Glaubitz
 

 

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