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Zulassung: Gel gegen Gesichtsröte












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Zulassung: Gel gegen Gesichtsröte
 


Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat dem Brimonidin-haltigen Präparat Mirvaso die Zulassung zur Behandlung des rosazeabedingten Erythems bei Erwachsenen erteilt. Wie Hersteller Galderma meldet, tragen Patienten das Gel einmal täglich auf. Das Präparat soll ab dem 17. März im Handel sein. Brimonidin ist ein seit Langem bekannter Alpha-2-Rezeptoragonist, der bisher in Tropfen zur Senkung des Augeninnendrucks beim Offenwinkelglaukom zum Einsatz kommt.
 
Die Zulassung von Mirvaso® basiert auf den Daten von zwei Phase-III-Studien mit insgesamt 553 Patienten. Beide Studien zeigten, dass das Brimonidin-haltige Gel das Erythem bei erwachsenen Patienten mit Rosazea während einer vierwöchigen Anwendung signifikant stärker reduzierte als eine wirkstofffreie Gelgrundlage.
 
Rosazea zählt zu den häufigsten Dermatosen im Erwachsenenalter. Schätzungsweise 2 bis 5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden darunter. Die entzündlichen Veränderungen betreffen vorwiegend das Gesicht. Typisch für das Initialstadium der Erkrankung sind flüchtige, anfallsartig auftretende Erytheme, die durch verschiedenartige Reize ausgelöst werden können. Dazu zählen irritierende chemische Substanzen, einschließlich bestimmter Kosmetika oder Seifen, Hitze oder Kälte, UV-Strahlung, scharfe Speisen, Alkohol, heiße Getränke sowie psychischer Stress. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann eine länger anhaltende Gesichtsröte auftreten. Charakteristisch für den Schweregrad II sind zusätzliche Papeln und Pusteln, eine Bindegewebs- und Talgdrüsenhyperplasie ist typisch beim Schweregrad III.
 
Nach heutigem Wissen basiert die persistierende Gesichtsrötung vor allem auf einer vasomotorischen Dysregulation der Hautgefäße, die zu einer chronisch abnormen Erweiterung der oberflächlichen, peripheren Gefäße im Gesicht führt. Diese kleinen Gefäße werden vorwiegend durch Alpha-2-adrenerge Rezeptoren gesteuert. So erklärt sich auch, warum der Alpha-2-Agonist Brimonidin wirksam ist. Die Stimulation von Alpha-2-Rezeptoren führt zur Vasokonstriktion und damit zu einer schlechteren Durchblutung der Haut und einem Nachlassen der Rötungen im Gesicht. (ss)
 
03.03.2014 l PZ
Foto: Fotolia/Butch
 

 

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