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Osteoporose: Calcium nicht generell supplementieren

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Osteoporose: Calcium nicht generell supplementieren
 


Nicht jeder Osteoporose-Patient braucht Calcium-Supplemente. Aktuellen Empfehlungen zufolge reicht eine tägliche Aufnahme von 1000 mg Calcium mit der Nahrung aus. «Nur wenn diese Menge nicht erreicht wird, sollte supplementiert werden», sagte Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz von der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, beim Fortbildungskongress Pharmacon in Davos. Insgesamt sollte der Patient pro Tag nicht mehr als 1500 mg Calcium aufnehmen. «Im Vergleich zu früheren Empfehlungen bedeutet das: Weniger ist mehr», so Schubert-Zsilavecz. Ist eine zusätzliche Zufuhr von Calcium etwa in Form von Brause- oder Kautabletten indiziert, sollten Präparate bevorzugt werden, die Calciumcitrat enthalten. Dieses sei tendenziell besser bioverfügbar als Calciumcarbonat.
 
Ist man bei der empfohlenen Calcium-Menge heute also zurückhaltender als früher, gilt für Vitamin D das genaue Gegenteil. 25-Hydroxy-Vitamin-D (Calcidiol) ist die Speicherform des Vitamins, die sich im Blut bestimmen lässt. Werte unter 20 ng/ml beziehungsweise 50 nmol/l sind zwar per definitionem noch kein Mangel. Sie sind aber laut Schubert-Zsilavecz mit vermehrten Stürzen und Frakturen verbunden − und liegen bei etwa der Hälfte der Osteoporse-Patienten vor.
 
Um über den Grenzwert zu kommen, müssen Betroffene täglich 800 bis 2000 internationale Einheiten (IE) Vitamin D zu sich nehmen. Eine Substitution bei zu niedrigen Werten wird zwar offiziell nicht generell empfohlen. «Ich halte sie aber gerade bei älteren Patienten, die durch Sonnenexposition der Haut nicht genügend Vitamin D produzieren, für sinnvoll», so der Referent. (am)
 
Lesen Sie dazu auch
Vitamin D: Das Hormon der Streithähne, PZ 06/2012
 
Mehr zum Thema Vitamine
 
07.02.2014 l PZ
Foto: Fotolia/Hoppe
 

 

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