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Qualität ist Pflicht

EDITORIAL

 

Qualität ist Pflicht


Der Deutsche Apothekertag war der Startschuss für eine herausfordernde und spannende Diskussion – der Diskussion über das Leitbild des Apothekers in der öffentlichen Apotheke. Ein Aspekt ist dabei für mich schon klar herausgearbeitet worden: Als Arzneimittelexperten im heilberuflichen Netzwerk müssen wir die Medikation der Patienten intensiver begleiten. Wir wollen mit unserer Kompetenz mehr Verantwortung übernehmen.

 

Mit dem Leitbild müssen wir auch die Inhalte der Aus-, Fort- und Weiterbildung diskutieren. Die Pharmazie wird ein naturwissenschaftliches Universitätsstudium bleiben. Unsere Ausbildung soll auch in Zukunft für weit mehr Tätigkeitsfelder qualifizieren als die öffentliche Apotheke. Daher wird die Kunst darin bestehen, verzichtbare Inhalte im Studium und dem Praktischen Jahr zu streichen und durch neue – auch am Leitbild orientierte – zu ersetzen. Das Studium allein wird den komplexeren Ansprüchen aber nicht genügen. Die Fort- und Weiterbildung wird deshalb immer wichtiger.

 

Kann Fort- und Weiterbildung in Zukunft weiterhin freiwillig und ohne Überprüfung bleiben? Ich würde mich darüber freuen. Die Heilberufsgesetze verpflichten uns zur Fortbildung. Es ist gut, wenn wir diese selbst gestalten können. Wir müssen uns hier nicht verstecken: Jedes Jahr nehmen etwa 150 000 Apotheker an den Fortbildungsveranstaltungen der Apothekerkammern und -verbände teil. Es gibt aber auch Stimmen, die sagen: »Die Teilnehmer sind immer die gleichen Kolleginnen und Kollegen, ein Rest verschließt sich der intensiven Fortbildung«.

 

Jeder Patient hat in jeder Apotheke Anspruch auf die gleiche Leistung. Gute Pharmazie ist unabhängig von der Betriebsgröße. Dies ist sichergestellt, weil alle Apotheker entsprechend dem jeweiligen Stand der Wissenschaft qualifiziert sind. Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ist deshalb nicht nur theoretisch, sondern auch faktisch Pflicht. Auch wenn es dafür bisher keines schriftlichen Nachweises bedarf.

 

Mit Ihrer Teilnahme am Pharmacon-Kongress vom 2. bis 7. Februar 2014 in Davos können Sie mit 40 Fortbildungspunkten für das Fortbildungszertifikat dokumentieren, dass Sie sich erstklassig fortgebildet haben. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesapothekerkammer hat unter dem Generalthema »Der junge und der alte Patient« ein interessantes Vortrags- und Seminarprogramm zusammengestellt. Ich freue mich, Sie in Davos begrüßen zu dürfen.

 

Dr. Andreas Kiefer

Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK)

 



Beitrag erschienen in Ausgabe 50/2013

 

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