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Pille danach: Höhere Versagerquote bei adipösen Frauen

PHARMAZIE

 
Pille danach

Höhere Versagerquote bei adipösen Frauen


Von Kerstin A. Gräfe / Notfallkontrazeptiva mit den Wirkstoffen Levonorgestrel und Ulipristal haben möglicherweise bei adipösen Frauen eine höhere Versagerrate als bei schlanken Frauen. Hinweise da­rauf liefert eine Metaanalyse, deren Ergebnisse im Fachmagazin »Contraception« veröffentlicht wurden (doi: 10.1016/j.contraception.2011.02.009).

 

Das Team um Professor Dr. Anna Glasier, Leiterin einer Organisation für Familienplanung in Edinburgh, untersuchte anhand von zwei großen randomisierten Studien die Wirksamkeit von Levonorgestrel und seines Konkurrenten Ulipristal. Demnach wurden adipöse Frauen trotz Einnahme der Levonorgestrel-haltigen Pille danach dreimal häufiger schwanger als normalgewichtige Frauen. Für Ulipristal ermittelten die Wissenschaftler eine etwa zweieinhalbfach höhere Versagerrate. Wie erwartet war bei beiden Methoden das Risiko für eine Schwangerschaft abhängig davon, wann der ungeschützte Geschlechtsverkehr stattgefunden hatte. So war das Risiko besonders hoch, wenn der ungeschützte Geschlechtsverkehr einen Tag vor der vermuteten Ovulation stattfand oder wenn die Frauen nach Einnahme der Pille noch einmal ungeschützten Verkehr hatten.

 

Als Ursache für die höhere Versagerquote bei adipösen Frauen vermuten die Forscher die pharmakokinetischen Eigenschaften der Arzneistoffe. So könnten sich die lipophilen Stoffe im Fettgewebe anreichern und infolgedessen ihre Konzentration im Blut sinken. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 49/2013

 

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