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Hausarztversorgung: KV geht leer aus
 
Die AOK Baden-Württemberg hat den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) eine Abfuhr erteilt. Auf den Zuschlag für die von der Krankenkasse ausgeschriebene hausarztzentrierte Versorgung (HZV) können die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft und der Ärzteverbund MEDI hoffen. Mit dieser Bietergemeinschaft werden nun Verhandlungen aufgenommen. Die AOK Baden-Württemberg hatte im Herbst als erste deutsche Krankenkasse die HZV ausgeschrieben. Die KVen kritisierten dies heftig. Insgesamt hatten sich nach AOK-Angaben sechs Bietergemeinschaften beworben. «Wir haben uns für die beiden Arztgruppen entschieden, weil deren Konzepte sehr überzeugend und gegenüber den anderen Angeboten herausragend sind. Außerdem könnten beide Organisationen zusammen eine flächendeckende, qualitative Versorgung durch Hausärzte sicherstellen», so Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Die Kassenärztlichen Vereinigungen, die gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ebenfalls eine Bietergemeinschaft gebildet hatten, bezweifelten dies. Mit dem Vertragsvorhaben zur HZV nimmt die AOK Baden-Württemberg laut Hoberg als erste Krankenkasse in Deutschland in umfassender Weise die durch den Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit wahr, mit Arztgruppen direkt und nicht wie bisher mit der KV Versorgungsverträge zu schließen. Versicherte, die sich in die HZV einschreiben, binden sich für mindestens 12 Monate an den gewählten Hausarzt. Dieser muss ebenfalls im neuen Versorgungsangebot eingeschrieben sein. Im Hausärzteverband Baden-Württemberg sind nach AOK-Angaben rund 3500 Hausärzte organisiert; MEDI habe rund 6500 Haus- und Fachärzte in seinen Reihen. Erste konkrete Vertragsinhalte will die AOK bis Ende März 2008 vorlegen. Ärzte und Versicherte könnten sich ab Jahresmitte in die neue Hausarztversorgung einschreiben. (dr)

20.12.2007 l PZ
 

 

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