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Implantate: Teflon mit Laser aufgeraut
 
Jenaer Materialforscher haben ein neues Verfahren entwickelt, bei dem Implantate problemloser einwachsen sollen. Es sei gelungen, mit einem Laser die Oberfläche von Teflon so zu bearbeiten, dass Zellen auf ihr anwachsen, teilte die Schiller-Universität, Jena, am Donnerstag mit. «Auf Teflon haftet normalerweise nichts», sagte der Materialforscher Jörg Reichert laut Mitteilung. Deshalb komme es häufig zu Problemen, wenn Teflonimplantate, die in künstlichen Blutgefäßen oder mechanischen Herzklappen verwendet werden, im Körper anwachsen sollen. Die Ergebnisse seien im Magazin «Advanced Engineering Materials» veröffentlicht. Mit einem Fluorlaser, der UV-Licht sendet, wurden die Implantate bearbeitet. Ähnlich einer winzigen Feile sei dabei die glatte Oberfläche aufgeraut worden, sagte Reichert. Dann brachten die Wissenschaftler Bindegewebszellen auf das Teflon und regten ihr Wachstum an. «Auf den mit Laserlicht strukturierten Teflonoberflächen bildeten die Körperzellen Füßchen aus, mit denen sie sich an der Oberfläche festkrallten.» Auf den unbehandelten Implantaten konnten sie sich dagegen nicht halten. Zwar seien zuvor schon Implantate mit Lasern bearbeitet worden, doch habe sich das Material dabei wegen der hohen Energie zersetzt oder es habe mit anderen Stoffen in der Umgebung reagiert. Bei dem Verfahren der Jenaer Wissenschaftler sei es zu keiner chemischen Veränderung des Teflons gekommen. Es habe sich nur die Struktur der Oberfläche verändert, sodass die Implantate ungiftig seien, sagte Reichert.

20.12.2007 l dpa
 

 

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