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DAT-Pressekonferenz: Herausforderungen bieten Chancen

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DAT-Pressekonferenz: Herausforderungen bieten Chancen
 


Die Apotheker in Deutschland stehen vor zwei großen Herausforderungen. Zum einen muss die Zufriedenheit mit dem Beruf wieder besser werden. Zum anderen müssen die Apotheker die Herausforderungen der demografischen Entwicklung angehen. «Viele Apotheker sind heute nicht mehr mit ihrem Beruf zufrieden», konstatierte der Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Friedemann Schmidt, bei der Pressekonferenz vor dem Deutschen Apothekertag heute in Düsseldorf. Als wesentlichen Grund für die Unzufriedenheit nannte Schmidt die immer weiter ausufernden bürokratischen Anforderungen an die Apotheker und die damit verbundenen geringen Freiheitsgrade bei der Berufsausübung. «Das größte Ärgernis ist die Fremdbestimmung, daran müssen wir schnell etwas ändern», sagte Schmidt.
 
Einen Weg aus der Fremdbestimmung kann dabei über die zweite große Herausforderung der Apotheker gehen, die demografische Entwicklung. In den kommenden Jahren werde die Zahl der Senioren deutlich steigen, weil die geburtenstarken Jahrgänge alt werden. Das bedeute eine deutliche Zunahme der Zahl kranker Menschen. Mehr Kranke bedeuteten auch mehr Arzneimitteltherapie und damit neue Aufgaben für die Apotheker. Sie seien die Einzigen, die sich mit dem Arzneimittel von der Entwicklung bis zur richtigen Anwendung beschäftigen. Deshalb seien sie dazu prädestiniert, die Therapie der Patienten strukturiert zu begleiten. Das bedeutet, dass Patientengruppen ermittelt werden, die von einer Therapiebegleitung durch Apotheker besonders profitieren. Diese Patienten sollen dann regelmäßiger als bislang in die Apotheke kommen, um dort über Erfolge und Probleme der Behandlung zu sprechen. Ziel sei der informierte Patient, denn, so Schmidt: «Ein Patient kann nur an seiner Therapie mitarbeiten, wenn er gut informiert ist.»
 
Schmidt ist sich sicher, dass die demografische Entwicklung die Rolle der Apotheker im Gesundheitswesen deutlich verändern wird: «Die Versorgung der Patienten wird in Zukunft erst mit der erfolgreichen Behandlung der Patienten enden.» Die Therapiebegleitung und das Medikationsmanagement werden eine wesentliche Rolle der Apotheker werden und ihnen damit auch mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit bescheren. Selbstverständlich ist für Schmidt, dass Apotheker und Ärzte dann im therapeutischen Team gemeinsam den Patienten behandeln. Klar ist dabei, dass jeder eindeutig definierte Aufgaben hat. Schmidt: «Wir Apotheker begleiten die Arzneimitteltherapie strukturiert über den gesamten therapeutischen Prozess, wir werden uns aber sicher nicht in die Diagnose einmischen, das ist und bleibt die Aufgabe des Arztes.»
 
Der Deutsche Apothekertag findet vom 18. bis zum 20. September in Düsseldorf, Messehalle 14, statt. Eröffnet wird er am Mittwoch um 13.30 Uhr von ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Wer live dabei sein möchte, hat dazu Gelegenheit: wir übertragen die Veranstaltung online direkt aus Düsseldorf mittels Livestream. (dr)
 
17.09.2013 l PZ
Foto: Fotolia/anmaro
 

 

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