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Erneut weniger Abtreibungen
 
Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland sinkt weiter. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden insgesamt 88.420 Schwangerschaften abgebrochen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang um 3310 oder 3,6 Prozent. Allein im dritten Quartal wurden rund 28.100 Schwangerschaften abgebrochen. Knapp drei Viertel der Frauen, die von Juli bis September einen Abbruch vornehmen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt. Der Anteil der Minderjährigen lag bei etwa fünf Prozent, aber um rund zehn Prozent unter dem des Vergleichszeitraums. 8 Prozent waren mindestens 40 Jahre alt. Mehr als 40 Prozent der Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen ließen, hatten noch kein Kind. Fast 98 Prozent der Abbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikatoren waren in gut zwei Prozent der Fälle die Begründung. Drei Viertel der Abtreibungen wurden mit der Absaugmethode vorgenommen, bei jeder zehnten wurde das Medikament Mifegyne verwendet. 97 Prozent der Eingriffe erfolgen ambulant.

05.12.2007 l dpa
 

 

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