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Diabetes: Augenschäden früher erkennbar
 
Jenaer Wissenschaftler haben ein Verfahren zur Früherkennung von Augenschäden bei Diabetikern entwickelt. Damit sollen künftig fünf bis zehn Jahre früher als bisher Aussagen über die oft bis zur Erblindung führenden Netzhautschäden möglich sein, teilte das Universitätsklinikum am Montag mit. In einer Studie mit 300 Patienten hätten Forscher des Klinikums nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Beweglichkeit der Blutgefäße am Augenhintergrund und der diabetesbedingten Netzhautschädigung (Retinopathie) gebe. Dazu wurden die Blutgefäße im Auge einem Flackerlicht ausgesetzt. Aus den Reaktionen der Gefäße (schnell oder verlangsamt) könnten die Ärzte Rückschlüsse auf Augenschäden durch Diabetes ziehen. «Das ermöglicht eine echte Früherkennung ­ noch bevor das Auge überhaupt geschädigt ist», sagte Ulrich Müller, Betreuer der Studie. Damit könnten viele Augenerkrankungen verhindert werden. «Sehen wir diese Vorstufen, steuern wir mit besserer Blutzucker- und Blutdruckeinstellung gegen.» Die Aussagekraft des neuen Verfahrens soll jetzt in einer Langzeitstudie über zehn Jahre an 1000 Patienten untersucht werden. Augenschäden gehören zu den Folgeschäden der Zuckerkrankheit. Wenn die Glukosekonzentration im Blut über Jahre deutlich erhöht ist, können Blutgefäße und Nerven am Auge geschädigt werden. Dies tritt laut einer Studie bei etwa 15 Prozent der Diabetespatienten auf.

03.12.2007 l dpa
 

 

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