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Sutent - gefälschte Reimporte

POLITIK & WIRTSCHAFT

 

Sutent – gefälschte Reimporte


Von Anna Hohle / In deutschen Apotheken sind erneut Medikamentenfälschungen aufgetaucht. Betroffen sind zwei Chargen des Krebsmedikaments Sutent® 50 mg Hartkapseln, die der Hersteller Pfizer ursprünglich für den rumänischen Markt produziert hatte. Durch den Arzneimittelimporteur CC Pharma waren sie als Reimporte auf den deutschen Markt gelangt.


Sowohl Hersteller als auch Importeur zogen die betroffenen Chargen zurück (AMK-Meldungen, Login erforderlich). Beide Unternehmen vermuten, dass die Fälschungen in Rumänien in die Lieferkette gelangt sind. CC Pharma hatte die Packungen durch einen rumänischen Großhändler bezogen. Nach Angaben von Pfizer Deutschland enthalten die gefälschten Kapseln keinen Originalwirkstoff (Sutinib). Die genaue Zusammensetzung untersuche man derzeit noch. Sutent-Kapseln, die sich als Originalware auf dem deutschen Markt befinden, seien nicht betroffen, so der Hersteller.




Foto: Fotolia/oliverfiction96


Die Fälschungen wurden laut CC Pharma Mitte Juli durch eine deutsche Apotheke entdeckt. Den Apothekern waren Abweichungen auf der Siegelfolie am Verschluss der einzelnen Kunststoff-Flaschen aufgefallen, die die Kapseln enthalten. Zur Frage, ob Fälschungen bereits an Patienten abgegeben wurden, konnten weder Hersteller noch Importeur Auskunft geben.

 

Laut Pfizer arbeitet man derzeit gemeinsam mit den zuständigen Behörden intensiv an der Aufklärung des Falls. Auch die European Medicines Agency (EMA) sei informiert worden. CC Pharma teilte mit, man habe den betroffenen Lieferanten gesperrt und werde die internen Qualitätskontrollen weiter verschärfen. Erst im März waren in deutschen Apotheken gefälschte Präparate des Protonenpumpenhemmers Omeprazol aufgetaucht. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 32/2013

 

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