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BKA-Studie: Onlinehandel mit AM beschränken

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BKA-Studie: Onlinehandel mit AM beschränken
 
Laut einer Studie des Bundeskriminalamtes (BKA) hat der illegale Arzneimittel-Handel via Internet deutlich zugenommen, seit der Gesetzgeber den Versandhandel mit Medikamenten im Januar 2004 zugelassen hat. Die Gefahr, dass in der legalen Verteilerkette gefälschte Arzneimittel gehandelt werden, sei nach wie vor gering, heißt es in einer Mitteilung des BKA, aber die Unterscheidung zwischen zugelassenen und nicht zugelassenen Internetapotheken gestalte sich im Einzelfall für den Verbraucher schwierig. In der Studie «Arzneimittelkriminalität, ein Wachstumsmarkt?» wird deshalb empfohlen, «die Notwendigkeit des Handels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln über das Internet zu hinterfragen und die Möglichkeiten einer Beschränkung des Onlinehandels auf nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel zu prüfen.» Für Jörg Ziercke, Präsident des BKA, ist die Gesundheit ein besonders zu schützendes Rechtsgut. «Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass die Ergebnisse der Untersuchung der Sensibilisierung aller tangierten Partner dienen und damit zur frühzeitigen Erkennung neuer Tendenzen, zur Aufhellung des Dunkelfelds sowie zur Reduzierung der Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz beitragen.» Arzneimittelkriminalität könne nur dann effizient bekämpfen werden, «wenn der Staat, die Unternehmen und auch die Verbände an einem Strang ziehen.» Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, sieht durch den Versandhandel mit Arzneimitteln die Sicherheitsmechanismen der Apothekenpflicht untergraben. «Überdies schafft beispielsweise eine Kooperation von Versandhändlern und Drogerien eine Beliebigkeit von Arzneimittelübergabestellen, die niemand wollen und die man schon gar nicht kontrollieren kann», sagte Wolf. «Die Politik muss jetzt klarstellen, dass auch beim Versandhandel mit Medikamenten der Gesundheits- und Verbraucherschutz oberste Priorität hat.» (gm)

07.11.2007 l PZ
 

 

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