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Antidepressiva können Spermien schädigen

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Antidepressiva können Spermien schädigen


Von Annette Mende / Nehmen Männer selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ein, kann darunter die Qualität ihrer Spermien leiden. Nach Absetzen der Mittel erholt sich die Spermienqualität wieder.


Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat jetzt angeordnet, dass die Hersteller SSRI-haltiger Präparate in Fach- und Gebrauchsinformation darauf hinweisen müssen. Betroffene Wirkstoffe sind Citalo­pram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin und Sertralin. Die Regelung gilt ab 1. Juli 2013.

 

Das BfArM folgt damit einer Empfehlung der Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA. Dieser fand in tierexperimentellen Studien Hinweise darauf, dass selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer die Spermienqualität beeinträchtigen können. Dies könne theoretisch die Zeugungsfähigkeit reduzieren, ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit beim Menschen sei jedoch bislang nicht beobachtet worden. SSRI haben darüber hinaus auch weitere Nebenwirkungen, unter denen die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern leiden kann: Sie können bekanntermaßen zu einem Verlust der Libido und zu erektiler Dysfunktion führen. /



Beitrag erschienen in Ausgabe 20/2013

 

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