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Fußpilz: Dranbleiben befreit

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Fußpilz: Dranbleiben befreit
 


Viele Patienten, die Fußpilz mittels Selbstmedi­kation behandeln, brechen die Therapie zu früh ab. Denn um den Pilz vollständig zu beseitigen, müssen OTC-Präparate mit den gängigen Azol-­Antimykotika drei bis vier Wochen lang konsequent angewendet werden. Vertreter dieser Wirkstoffklas­se sind beispielsweise Bifonazol, Clotrimazol, Econazol und Miconazol. «Aus Compliance-Sicht ist eine so lange Behandlungs­dauer ein absolutes Desaster», sagte Dr. Hiltrud von der Gathen, Inhaberin der Ickerner Markt-Apotheke in Castrop-Rauxel, beim Pharmacon in Davos. Untersuchungen hätten denn auch ergeben, dass Patienten die Mittel im Schnitt bereits nach einer Woche absetzen. Um das zu vermeiden, müsse das Beratungsteam in der Apotheke bei der Abgabe eines solchen Präparats den Patienten daher unbedingt zu einer ausreichend langen Therapie ermutigen.

Eine Alternative mit deutlich kürzerer Behandlungsdauer ist das Allylamin Terbinafin. Salben und Cremes mit diesem Wirkstoff müssen bei Fußpilz nur sieben Tage lang aufgetragen werden. Daneben gibt es als Lamisil® Once auch ein alkoholisches Terbinafin-Gel zur Einmalanwendung. «Als dieses Präparat auf den Markt kam, war die Skepsis groß, ob die einmalige Anwendung tatsächlich effektiv ist», so von der Gathen. Mittlerweile könne man diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Auch bei diesem Präparat gibt es Beratungsbedarf. So sollten Apotheker ihre Kunden darauf hinweisen, dass diese nacheinander beide Füße behandeln müssen, beginnend mit dem befallenen Fuß. Danach dürfen die Füße 24 Stunden lang nicht gewaschen oder befeuchtet werden.

Zur Vermeidung von (wiederkehrenden) Fußpilzinfektionen sollten Patienten das Barfußlaufen unterlassen, ihre Füße regelmäßig mit pflegenden Präpa­raten einreiben, beim Ankleiden die Socken stets vor dem Slip anziehen sowie ihre Strümpfe und Schuhe desinfizieren. Dabei sind Desinfektionssprays mit dem fungiziden Wirkstoff Octenidin gegenüber solchen mit dem fungistatisch wirkenden Clotrimazol zu bevorzugen. (am)

06.02.2013 l PZ
Foto: Fotolia/koszivu
 

 

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