Govi-Verlag
Mylan dura

NEUE ARZNEISTOFFE

61 Migränemittel


Rizatriptan Maxalt® Tabl/Schmelztabl (MSD)

 

 

Rizatriptan ist der vierte Vertreter der Serotoninagonisten ( neben Sumatriptan, Naratriptan und Zolmitriptan), der in Deutschland zur Behandlung der Kopfschmerzphasen bei Mirgäneanfällen mit oder ohne Aura zur Verfügung steht. Die Wirkung wird, wie auch für Naratriptan und Zolmitriptan postuliert, über die agonistische Interaktion an den 5HT1B -Rezeptoren (Vasokontriktion dilatierter intrakranieller Gefäße) und an den 5HT1D-Rezeptoren (Hemmung der Ausschüttung vasoaktiver Neuropeptide und Hemmung der zentralen Schmerzleitung in nozizeptiven Strukturen des Hirnstammes) vermittelt. Rizatriptan zeigt eine rasche Resorption (Tmax ungefähr 50 min), eine hohe Bioverfügbarkeit von 45 Prozent und eine Halbwertszeit von zwei bis drei Stunden. Die Wirkung nach peroraler Applikation von 10mg tritt bereits nach 30 Minuten ein. Auch für Rizatriptan wird die Warnung ausgesprochen, diese Substanz bei Herzerkrankungen nicht einzusetzen, da ischämische Zustände beziehungsweise bedrohliche Vasospasmen wahrscheinlich sind. Ähnlich wie bei den anderen Triptanen wird bei circa einem Drittel der Patienten nach der ersten Dosis ein erneutes Auftreten von Kopfschmerzen beobachtet, was eine zweite Applikation (meist reduziert auf 5mg) notwendig macht. Auch bei Rizatripan sprechen 10 bis 20 Prozent der Patienten nicht an. Als häufigste unerwünschte Wirkungen werden Schwindel, Schwäche und Müdigkeit angegeben. Darüber hinaus werden auch Herzklopfen,Tachykardie und Atemnot beobachtet. Insgesamt wird Rizatriptan von den Experten als gut verträglich charakterisiert.


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