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Diamorphin: Zu viele Hürden für Heroin-Ersatztherapie

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Diamorphin: Zu viele Hürden für Heroin-Ersatztherapie
 


Schwerst Drogenabhängigen wird es zu schwer gemacht, eine Behandlung mit Diamorphin zu erhalten, kritisiert die baden-württem­bergische Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD). In einem Brief habe sie Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) um Hilfe beim Abbau «unnötiger Erschwernisse» für die Behandlung mit dem chemisch reinen Heroin (acetyliertes Morphin oder Diamorphin) gebeten, teilte das Ministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. «Die Vorgaben für die ärztlichen Vollzeitstellen und die Verabreichung als Injektion machen die Einrichtung neuer Substitutionspraxen nahezu unmöglich», sagte sie laut der Mitteilung.

Altpeter betonte, dass das Land die Einrichtung weiterer Diamorphin-Praxen erleichtern wolle. Vorgesehen sei etwa ein Investitionskostenzuschuss von bis zu 150.000 Euro vom Land für neue Anlaufstellen. Auch solle mit den Krankenkassen beraten werden, wie die Praxen bei geringen Patientenzahlen finanzierbar blieben.

Am bisherigen Modellstandort Karlsruhe würden inzwischen rund 30 Menschen behandelt. Auch in Stuttgart solle eine Praxis eingerichtet werden. «Wenn an diesem Standort Anfang 2014 die ersten Patienten aus dem Ballungsraum Stuttgart behandelt werden können, dann ist das ein wichtiges Signal für den weiteren Ausbau insgesamt», sagte Altpeter. Die Stuttgarter Praxis wäre der erste neue Standort bundesweit, der über die bisherigen Modellprojekte hinaus errichtet wird.

Lesen Sie dazu auch
Gemeinsamer Bundesausschuss: Pro Heroin, kontra Insulin, PZ 12/2010
Heroinsubstitution: Schneewittchen in der Drogenambulanz, PZ 15/2008

06.09.2012 l PZ/dpa
Foto: Fotolia/palangsi
 

 

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