Schweden: Liberalisierung mit angezogener Handbremse Der bislang staatliche schwedische Apothekenmarkt soll nur langsam der Privatwirtschaft geöffnet werden. Dies berichtet die «Financial Times Deutschland» (FTD) unter Berufung auf den schwedischen Gesundheitsminister Göran Hägglund. Die Regierung wolle nur eine Minderheit der rund 1000 Filialen der staatlichen Kette Apoteket privatisieren. Dies soll bis Juli 2009 über eine eigene Holding geschehen. Für weitere Apotheken werde der Staat Managementverträge ausschreiben, doch zunächst nicht verkaufen. Das schmeckt dem Pharmagroßhändler Celesio gar nicht. «Mit einem zu starken staatlichen Akteur kommt der Markt nicht in Schwung», sagte ein Sprecher gegenüber der FTD. Anscheinend hatte Celesio eine größere eigene Kette geplant, will aber zunächst abwarten.
Die schwedische Regierung will die Liberalisierung des Arzneimittelmarktes jedoch noch weitertreiben: Bis November 2009 plant sie, den Verkauf nicht-verschreibungspflichtiger Medikamente auch außerhalb von Apotheken zuzulassen. (db)