AV Westfalen-Lippe kritisiert Rabattverträge Der Apothekerverband Westfalen-Lippe befürchtet Lieferengpässe bei Medikamenten im kommenden Jahr. Hintergrund seien die Ende 2007 auslaufende Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Arzneiherstellern, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbands, Klaus Michels, in Münster. Da gerade für kleinere Pharmaunternehmen nicht absehbar sei, ob sie bei neuen Verträgen zum Zuge kämen, sei auch deren Produktionsplanung schwierig. Der Vorstandschef kritisierte außerdem den infolge der Rabattverträge deutlich gestiegenen Verwaltungsaufwand für die Apotheken. Da die Krankenkassen zudem die Einhaltung der Rabattverträge in Apotheken in aufwendigen Prüfverfahren kontrollieren müssten, stellte Michels den Spareffekt für die Gesetzliche Krankenversicherung zumindest infrage. Ob mit den Rabattverträgen unter dem Strich tatsächlich gespart werde, sei zu bezweifeln. Michels fordert die Krankenkassen auf, entsprechende Zahlen vorzulegen.