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DocMorris kommt näher
 
Die Versandapotheke DocMorris zieht vom niederländischen Heerlen näher an den deutschen Markt. Das Unternehmen baut auf dem deutsch-niederländischen Gewerbegebiet Avantis einen neuen Firmensitz mit Verwaltung und Versand. Vorstand Christoph Jennen nannte am Dienstag den Standort, der zu 60 Prozent auf deutschem Gebiet liegt, ideal. «Wir bleiben in der Region, unsere Mitarbeiter auch. Zudem ist die verkehrstechnische Anbindung für die Belieferung des deutschen Marktes ideal.» Baustart soll im nächsten Jahr sein. Bis 2012 peilt die Versandapotheke 500 Beschäftigte an. Das binationale Gewerbegebiet wurde 1998 gegründet und galt als eine Art europäisches Versuchslabor. Obwohl die Gesellschafter Aachen, Heerlen und die niederländische Industriebank LIOF mit den auf Avantis verknüpften Standort-Vorteilen beider Länder warben, war die Resonanz bei der Ansiedlung verhalten: Bisher haben sich 16 Firmen mit 300 Arbeitsplätzen angesiedelt. Das größte Unternehmen ist ein Hersteller von Solarzellen mit 230 Beschäftigten. DocMorris, mehrheitlich zum Stuttgarter Pharmahändler Celesio gehörend, erzielte 2007 nach eigenen Angaben 200 Millionen Euro Umsatz. Damit stieg der Umsatz trotz des völlig neuen Geschäftsfelds der Markenpartner-Apotheken nur um gut 10 Prozent. Von den angestrebten Zielen ist das Unternehmen noch ein gutes Stück entfernt. 500 Partnerapotheken in drei bis fünf Jahren, 100 davon bis zum Jahresende 2007 waren das erklärte Ziel von Geschäftsführer Ralf Däinghaus. Bislang gibt es lediglich rund 50 Partnerapotheken. Gerüchte von ersten Schließungen halten sich hartnäckig.

18.12.2007 l PZ/dpa

 

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