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Sachsen-Anhalt: Mobile Apotheken überflüssig

Apothekenbusse sollen in dünn besiedelten Gebieten Sachsen-Anhalts die angeblich gefährdete Arzneimittelversorgung gewährleisten. Entsprechende Pläne hat, einem Focus-Bericht zufolge, das Landesministerium für Gesundheit und Soziales in Magdeburg. «Wir können uns sehr gut vorstellen, dass Apothekenbusse die Versorgung in ländlichen Gebieten verbessern», sagte Staatssekretärin Prof. Dr. Christiane Dienel. In einem Verkaufsraum im Bus soll «pharmazeutisch geschultes Personal» sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige Medikamente abgeben. Die Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit dieses Vorhabens ist allerdings zweifelhaft. «Es gibt mit Sicherheit keinen Versorgungsnotstand», sagte Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbands Sachsen-Anhalt, der PZ. «Selbst wo kein Arzt mehr ist, ist die Apotheke noch lange da.» 616 Apotheken versorgen in Sachsen-Anhalt die Bürger ordnungsgemäß mit Arzneimitteln. Zusätzlich existieren 280 Rezeptsammelstellen. Auch bei letzteren besteht meist eine enge Bindung zur Apotheke und die Beratung funktioniere, sagte Arnold. Die Bevölkerung sei zufrieden mit der Versorgung. Er sieht daher keinen Handlungsbedarf. Dagegen werde das Arzneimittel als Ware besonderer Art durch derartige Vorhaben trivialisiert. (db)

10.12.2007 l PZ

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