Geistige Fitness: Eine Frage des Gleichlaufs Auch bei vielen Menschen, die nicht an Morbus Alzheimer leiden, lassen die geistigen Fähigkeiten im Alter nach. Eine der Ursachen dafür dürfte sein, dass das Gehirn der Betroffenen die Aktivitäten seiner verschiedenen Regionen nicht mehr optimal synchronisieren kann. Dies berichten Wissenschaftler um Randy Bruckner vom US-amerikanischen Howard Hughes Medical Institute in Chevy Chase im Fachjournal «Neuron». An der Studie nahmen 55 über 60-Jährige und 38 Vergleichspersonen unter 35 Jahren teil, die alle nicht an Alzheimer litten. Mithilfe von Kernspinaufnahmen entdeckten die Forscher, dass die Hirnregionen der meisten älteren Studienteilnehmer nicht mehr so synchron zusammenarbeiteten wie die der jungen. Besonders auszuwirken scheint sich das auf geistige Fähigkeiten, die weit auseinander liegende Hirnareale beanspruchen, wie etwa die Aufmerksamkeit. Das zeigten psychologische Tests mit den Studienteilnehmern. Das visuelle System blieb dagegen bis ins hohe Alter gut erhalten. (bs)