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Gesundheitsfonds: Kassen erwarten steigende Beiträge

Krankenkassenfunktionäre erwarten vom Gesundheitsfonds keine Beitragssatzstabilität. Nach einer Untersuchung von PricewaterhouseCoopers (PWC) rechnen von 77 befragten Kassenvorständen 85 Prozent mit weiter steigenden Beiträgen. Mit dem Start des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009 werden alle Krankenkassen denselben Beitragsatz von ihren Versicherten erheben. Etwa jeder siebte Befragte geht sogar von einem starken Beitragsanstieg aus. Die Höhe des Beitragssatzes wird das Bundesgesundheitsministerin festlegen. Das Ministerium hält die Sorge um Beitragserhöhungen allerdings für unbegründet. «Weder der Kaffeesatz noch die Kristallkugel gehören zu den Mitteln, mit denen sich die Entwicklung der Krankenkassen beschreiben lässt», sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater. Er reagierte damit auf eine weitere Äußerung von Barmer-Chef Johannes Vöcking. Dieser hatte mit Blick auf den Gesundheitsfonds gesagt, er rechne mit einem Fondsbeitrag von 15,5 Prozent. Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,8 Prozent. Die von PWC Befragten rechnen auch mit einem deutlich schärferen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen und den privaten Krankenversicherungen. Immerhin 83 Prozent gaben an, dass sie diesen schärferen Wettbewerb befürworten. Mehr Marktwirtschaft wünschen sich die Funktionäre vor allem in der Arzneimittelversorgung (82 Prozent). Auf den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen wollen die Kassen auch mit Fusionen reagieren. Rund 40 Prozent der Befragten planen für die Zukunft eine Fusion. Noch mehr, nämlich 60 Prozent haben schon eine hinter sich. Wenig Sympathie haben die Befragten für Hausarztmodelle. Vier von fünf sind mit der Qualität dieses Versorgungsmodells nicht zufrieden. Besser kommen dagegen Wahltarife an. Auch wenn sich die Kassen hier bislang wenig einfallsreich gezeigt haben, finden doch fast zwei Drittel der befragten Funktionäre die neuen Wahlmöglichkeiten gut. (dr)

06.12.2007 l PZ

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