Elektronische Gesundheitskarte startet im Oktober Ab Oktober teilen die Krankenkassen die elektronische Gesundheitskarte aus, kündigte jetzt das Bundesgesundheitsministerium an. Bis Ende des Jahres sollen bundesweit 10 Prozent aller 70 Millionen gesetzlich Versicherten mit der neuen Karte ausgestattet sein. Die flächendeckende Einführung der EGK war bereits 2003 beschlossen wurde, zögerte sich jedoch aufgrund von Widerständen von Datenschützern und Ärzten sowie technischer Schwierigkeiten immer wieder hinaus.
Derzeit werden in Krankenhäusern und Praxen noch die nötigen Geräte installiert, die die neuen Karten sowie die bisherigen Versichertenkarten lesen könnten. Apotheken sind (bis auf die Testregion Nordrhein) bislang noch ausgenommen. Außer einem Lichtbild, das Kartenmissbrauch verhindern soll, ist noch nichts neu an der Gesundheitskarte. In Zukunft sollen auf Wunsch des Versicherten Notfalldaten sowie Hinweise auf Patientenverfügungen und Organspenderklärungen aufgenommen werden. Auch elektronischer Arztbrief und Verschreibungen sollen in Zukunft per Karte übermittelt werden.