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NACHRICHTEN-ARCHIV
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Lachen hebt die Schmerzschwelle

Zusammen mit anderen zu lachen, macht nicht nur gute Laune, sondern auch unempfindlicher für Schmerzen. Das schreiben britische Forscher in der Fachzeitschrift «Proceedings of the Royal Society B». Als Ursache für den analgetischen Effekt des Gelächters vermuten sie die Freisetzung von Endorphinen im Gehirn.
In einer Serie von Experimenten testeten die Wissenschaftler die Schmerzempfindlichkeit von gesunden Freiwilligen, nachdem diese entweder lustige, entspannende oder langweilige Videos gesehen beziehungsweise Theatervorstellungen mit Komödien oder Dramen besucht hatten. Dabei zeigte sich, dass die Schmerzschwelle der Probanden nach vorherigem Gelächter signifikant höher war als unter Kontrollbedingungen. Ein Maß für die Schmerzempfindlichkeit war, wie lange die Teilnehmer die eiskalte Manschette eines Weinkühlers um den Unterarm ertrugen beziehungsweise die maximal aufgepumpte Manschette eines Blutdruckmessgerätes um den Oberarm.
Die Freisetzung der Endorphine, den körpereigenen Opioiden, wurde bisher vor allem mit sportlichen Aktivitäten wie Langstreckenlaufen, Zirkeltraining oder Rudern in Verbindung gebracht. Die Autoren der vorliegenden Studie vermuten daher, dass auch die durch Lachen vermittelte Endorphinausschüttung durch die Anspannung und Erschöpfung von Muskeln ausgelöst wird. Wer sich das nächste Mal also vor Lachen den Bauch halten muss, könnte damit auch etwas für seine Schmerztoleranz getan haben. (am)
doi: 10.1098/rspb.2011.1373
15.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/fotomaedchen
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