Kartellverfahren: LAV freut sich über Erfolg Der Landesapothekerverband (LAV) Baden-Württemberg ist mit der Einstellung des Verfahrens beim Bundeskartellamt hochzufrieden. Neben der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und anderen Apothekerverbänden war auch der LAV im Jahr 2007 in das Visier der Bonner Behörde geraten. Sie warf den Apothekerorganisationen vor, zum Boykott gegen Celesio/Gehe aufgerufen zu haben, nachdem der Großhändler DocMorris übernommen hatte und das Fremdbesitzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof fortführen wollte. Das Kartellverfahren gegen den LAV und gegen dessen Präsidenten Fritz Becker wurde jetzt deren Anträgen entsprechend vom Bundeskartellamt eingestellt. Der LAV sollte mehr als 250 000 Euro Strafe bezahlen. LAV-Geschäftsführerin und Rechtsanwältin Ina Hofferberth: «Wir waren uns vom ersten Augenblick an sicher, dass der Vorwurf des Boykottaufrufes nicht haltbar sein wird. Einer unserer Kritikpunkte damals war eine erste DocMorris-Apotheke in Fremdbesitz in Saarbrücken. Heute ist bewiesen, dass diese Apotheke damals unrechtmäßig betrieben wurde.» (dr)