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NACHRICHTEN-ARCHIV
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Arzneikosten: Erhöhter Herstellerrabatt hilft sparen

Die Arzneimittelkosten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind 2010 um 177 Millionen Euro auf 30,2 Milliarden Euro angestiegen. Das ist im Vergleich zu 2009 ein Anstieg um 0,6 Prozent. 2009 fiel der Anstieg mit 5,7 Prozent deutlich höher aus. Diese Zahlen nennt der heute in Berlin vorgestellte Arzneimittelatlas 2011, den das IGES-Institut im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (VFA) auf Basis von GKV-Marktdaten von Insight Health erstellt hat.
IGES-Chef Professor Dr. Bertram Häussler nannte als Gründe für den geringen Ausgabenanstieg den seit Jahren rückläufigen Mehrverbrauch an Arzneimitteln und den von sechs auf 16 Prozent erhöhten Herstellerrabatt, der im August 2010 wirksam wurde. VFA-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer forderte, auch angesichts der Milliardenüberschüsse bei den Krankenkassen, den Zwangsrabatt auf den Prüfstand zu stellen. Nachdem voriges Jahr ein Kassendefizit von 3,2 Milliarden Euro prognostiziert worden war, ist nun von einem GKV-Überschuss von 3,5 Milliarden Euro die Rede. Die Arzneimittelhersteller haben laut Arzneimittelatlas 2010 gut eine Milliarde Euro mehr Rabatt gewährt als im Vorjahr. Der erhöhte Zwangsrabatt schlug dabei mit 660 Millionen Euro zu Buche. «Ein Zwangsrabatt kann nur in einer Notsituation einmalig helfen», sagte Fischer. Er lasse sich nicht unter allen Umständen rechtfertigen und aufrechterhalten. (ug)
08.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Arsdigital
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