Dioxin-Skandal: Weitere Ermittlungen Im Dioxin-Skandal geht die Debatte um Konsequenzen weiter. Dazu gehört die Frage, welche Folgen der Insolvenzantrag des Futterfett-Herstellers Harles und Jentzsch für mögliche Entschädigungsforderungen von Bauern haben wird. Unterdessen stellt sich Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU) heute persönlich verunsicherten Verbrauchern: Sie wird am Telefon der Verbraucherzentrale Fragen beantworten.
Zu den ungeklärten Dingen gehört beispielsweise, ob in Deutschland das Fleisch von rund 150 mit dioxinverseuchtem Futter gemästeten Schweinen in den Handel gelangte. Das niedersächsische Agrarministerium prüft dies. Für Schleswig-Holstein hat das Landwirtschaftsministerium nach bisherigem Stand ausgeschlossen, dass mit Dioxin belastetes Schweinefleisch in den Handel kam.
Die Staatsanwaltschaft setzt ihre Ermittlungen gegen Harles und Jentzsch fort. Zuletzt hatten sich Hinweise darauf verdichtet, dass bei der Produktion vorsätzlich und systematisch gepanscht worden sein könnte. Die Firma steht nicht nur im Verdacht, gegen das Lebens- und Futtermittelrecht verstoßen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen des Verdachts auf Betrug und Verstoß gegen die Abgabenordnung.
13.01.2011 l dpa
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