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Bundesverbandstagung: 111. Mal am 11. 11. 11 in Mainz

CAMPUS

 
Bundesverbandstagung

111. Mal am 11. 11. 11 in Mainz


BPhD / An der Uni Mainz trafen sich der Vorstand des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) und Vertreter der Fachschaften aus den Pharmaziestandorten Deutschlands. Viele Vorstandswahlen, vielfältige Workshops und interessante Vorträge standen auf dem Wochenendprogramm.

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Am Freitagabend begrüßten Vertreter der Fachschaft Mainz und Judith Heidland, Beauftragte für Bildung und Tagung des BPhD, die angereisten Vertreter der einzelnen Fachschaften aus ganz Deutschland zur 111. Bundesverbandstagung in Mainz. Nicht zuletzt aufgrund der vor Ort üblichen »fünften Jahreszeit« kamen insgesamt Vertreter von 19 der 22 verschiedenen Pharmaziestandorte. Trotz zum Teil weiter und mühsamer Anreise, freuten sich alle Teilnehmer auf ein schönes und interessantes Wochenende. Generell sollten bei diesem Wochenende inhaltliche Diskussionen und der Austausch von Erfahrungen und Meinungen im Zentrum stehen, jedoch sollte auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen.

 

Unter der Brücke

 

Nach der Begrüßung übergab Heidland dann das Wort an Professor Dr. Irene Krämer, die den Festvortrag zum Thema »Klinische Pharmazie in Mainz« hielt. Mit ihrem Vortrag bereitete sie ihre Zuhörer auf das Leitthema »Krankenhauspharmazie« vor und gab so eine gute Einstimmung auf das bevorstehende Wochenende. Im Anschluss konnten sich die Fachschaftvertreter bei einem gemütlichen Sektempfang untereinander besser kennenlernen und sich ein wenig austauschen, bevor sich alle zusammen in einem Partykeller unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke eingefunden haben, um den ersten Abend gebührend ausklingen zu lassen. Vorbildlich war, dass sich die meisten Fachschaften auf Mainz zum 11.11.11 eingestellt haben und entsprechend verkleidet anreisten. Von »Schneewittchen und den Sieben Zwergen« über typisch norddeutsche »Matrosenkostüme« wurden der Kreativität in puncto Kostüme keine Grenzen gesetzt.




Vertreter von 19 der insgesamt 22 Pharmaziestandorte in Deutschland kamen zur Bundeverbandstagung nach Mainz.

Fotos: BPhD


Am nächsten Morgen saßen alle Teilnehmer trotz einer langen Nacht diszipliniert und interessiert im Plenum, wo dann offiziell die BVT durch die Präsidentin eröffnet wurde. Nach einigen formellen Tagesordnungspunkten ging es recht schnell zu interessanten Vorstellungen von Projekten vonseiten des Vorstandes über. Zum Beispiel ging es um die Vorstellung des kommenden 58. IPSF-Kongresses (IPSF: International Pharmaceutical Students´ Federation) in Ägypten und um Vorschläge zu Gesundheitskampagnen. Das gesamte Plenum war sich darüber einig, dass man mit derartigen kleinen Aktionen, welche deutschlandweit gebündelt stattfinden, bei den Mitmenschen auf großes Gehör stoßen kann und man so letztendlich durch die aktive Unterstützung viel zu bewegen vermag. Als mögliche Themen wurden unter anderen Nichtraucherkampagnen, Organspende-Aktionen oder das Engagement bei Malaria diskutiert. Hieran kann man deutlich sehen, dass der BPhD weiterhin auch innerhalb von Deutschland seine Aufgaben und Verpflichtungen gegenüber den Pharmaziestudierenden sehr ernst nimmt und neue Impulse setzen möchte.

 

Zudem war eine Vertreterin von EPSA (European Pharmaceutical Students‘ Association) zu Gast auf der Tagung, welche das Austauschprogramm »TWINNET« vorstellte. Dabei handelt es sich um die Organisation von einem gegenseitigen Besuch zweier Hochschulen innerhalb Europas, welches spontan interessierte Fachschaften im Plenum fand.

 

Im Hörsaal

 

Daneben gab es viele anregende und spannende Vorträge von externen Dozenten. Dr. Frank Dörje referierte über das Thema »Vom Studium zur Berufspraxis«, wobei es um die Vorstellung der Krankenhausapotheke in Erlangen hinsichtlich der Organisation und Berufsfelder ging. Außerdem hielt Dr. Maurits Kuiper einen Vortrag zum Thema »Lernen für Prüfungen mit Onlinemedien«.

 

Dr. Torsten Hoppe-Tichy stellte den Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) vor. Er gab nicht nur Einblicke in die Geschichte und Struktur des Verbandes, sondern schaffte es auch, die Zuhörer mit aktuellen und realitätsnahen Geschichten zu fesseln. So verschaffte er einen guten Eindruck über das Berufsfeld und die Tätigkeitsschwerpunkte eines Krankenhausapothekers und zeigte auch die aktuellen Entwicklungstendenzen mit ihren Folgen auf. Generell ist die Krankenhauspharmazie ein spannendes Thema für Pharmaziestudenten, doch, so waren sich alle Studenten einig, gibt es weiterhin im Fach Klinische Pharmazie Nachhol- und Verbesserungsbedarf.

 

Nach einer kleinen Stärkung ging es in kleinen Gruppen zu den einzelnen Workshops. Es wurde ein breites Weiterbildungsangebot geboten, sodass für jeden etwas Interessantes dabei war. Dabei ging es zum Beispiel um eine bessere Zusammenarbeit der Fachschaften oder um das Thema »Kommunikation zwischen Arzt und Apotheker«. Mit diesem Workshop rückte auch noch einmal der Fokus stärker auf die Kooperationen mit anderen Heilberufen.

 

Ein Highlight war der von Daniel Rücker, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung, geleitete Workshop »Schreibwerkstatt«. Hier ging es um Fertigkeiten rund um das Schreiben. Rücker zeigte ein weiteres Berufsfeld auf, in dem man Fachwissen gut mit kreativem Arbeiten kombinieren kann.

 

Allen Teilnehmern war in diesen Workshops die Möglichkeit gegeben worden, sich gezielt auszutauschen und auch ihre eigenen Erfahrungen mit einzubringen, wodurch alle im Anschluss sehr zufrieden zu den anderen Tagesordnungspunkten übergehen konnten.

 

An der Wahlurne

 

Das Wochenende der Tagung stand auch im Zeichen von vielen Neuwahlen des Vorstandes. Sechs der elf Ämter wurden neu besetzt. Daniel Mädler aus Greifswald wurde zum neuen Präsidenten des BPhD gewählt und löst damit seine Vorgängerin Maria-Christina Scherzberg nach drei Semestern Amtstätigkeit ab. Des Weiteren übernimmt Justus Garve aus Marburg das Amt des Generalsekretärs von Karl-Peter Jahns. Angela Sester (Freiburg) stellte sich erfolgreich zur Wahl für das Amt der IPSF-Contact Person und übernimmt nun die Aufgaben von Angelina Blumenthal. Es wurde auch die Nachfolge von Mareike Zuck, ehemals Beauftragte für Internet und Presse, neu bestimmt. Dabei konnte sich Tobias Köpcke aus Berlin durchsetzen. Außerdem wurde Katrin Willgalis aus Münster zum neuen IPSF-Student Exchange Officer gewählt. Die Aufgaben von Johanna Lempp, ehemals Beauftragte für Lehre und Studium, übernimmt von nun an Juliane Zindler aus Halle an der Saale.




Sechs aus elf: Insgesamt wurden sechs der elf Ämter im BPhD-Vorstand auf der Bundesverbandstagung in Mainz neu besetzt. Der neue Vorstand will sich mit vereinten Kräften für die Belange von Pharmaziestudenten einsetzen.

Das Plenum dankte den ehemaligen Vertretern des Vorstandes für ihre neben dem Studium geleistete Arbeit. Gleichzeitig blicken auch alle Teilnehmer voller Zuversicht in die Zukunft und hoffen, dass sich auch der neue Vorstand mit kreativen Ideen für die Belange der Pharmaziestudenten einsetzen wird.

 

Am Sonntagmorgen wurde auch eine Resolution zur Evaluation an Universitäten erarbeitet (siehe Kasten). Hierbei beziehen die Pharmaziestudenten zu diesem Thema Stellung und zeigen, wie wichtig ihnen diese Angelegenheit ist. Auch im angebotenen Workshop »Studium verbessern« ging es um diese Thematik. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, eine Evaluation der Lehre durchzuführen. Denn nur wenn auch die Möglichkeit besteht, ein Feedback über die angebotenen Lehrveranstaltungen zu geben, können Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt oder gar bestehende Probleme entdeckt und letztendlich behoben werden.

 

Abschließend ist zu sagen, dass es eine sehr produktive, aber dennoch sehr entspannte BVT war. Einige der Delegierten werden sich eventuell schon vorher auf anderen pharmazeutischen Veranstaltungen wiedersehen, alle anderen freuen sich bereits auf die 112. BVT in Greifswald, 113. BVT findet danach in Jena statt. Müde, aber zufrieden reisten die Teilnehmer am frühen Sonntagnachmittag ab, nachdem die 111. Bundesverbandstagung in Mainz von Maria-Christina Scherzberg geschlossen wurde.

 

Wir danken unseren Unterstützern dafür, dass sie diese Veranstaltung möglich gemacht haben: Noweda eG Apothekergenossenschaft, Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs AG, Stada Arzneimittel AG, Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Axa Konzern Aktiengesellschaft, Ravati Seminare GmbH, Govi-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH, Klosterfrau Healthcare Group, Andreae-Noris Zahn AG, Sanacorp Pharmahandel GmbH, Dr. C. Soldan GmbH Pharmazeutische Präparate + Bonbonspezialitäten, Apotheken-Rechen-Zentrum GmbH, H&S Tee-Gesellschaft mbH & Co. KG, Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH, Roche Deutschland Holding GmbH, L’Oréal Deutschland GmbH, Intact – sanotact GmbH, Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG, Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG, Awinta GmbH, Medipharmacosmetics–Dr. Theiss Naturwaren GmbH, Gartenfeld Apotheke in Mainz, Rhein Apotheke in Mainz. /


Resolution zur Evaluation an Universitäten

Wir sehen Evaluationen als wesentliches Instrument für die Qualitätssicherung der Lehre. Daher fordert die 111. Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland, dass möglichst alle Lehrveranstaltungen und Praktika flächendeckend an allen Pharmaziestandorten evaluiert werden. Durch die Reflektion dieser, sollen Probleme erkannt und schnell behoben werden, damit die Qualität der Lehre gewahrt bleibt.

 

Die Evaluation soll im beiderseitigen Einvernehmen von der Fachschaft und dem Fachbereich durchgeführt werden. Bei der Erstellung des Fragenkataloges sind beide Parteien mit einzubeziehen. Zentraler Bestandteil der Evaluation ist auch eine Besprechung der Evaluationsergebnisse des Dozenten mit Studierendenvertretern in einem angemessenen Rahmen. Nur durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit kann dies verwirklicht werden.


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Beitrag erschienen in Ausgabe 50/2011

 

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