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Organspende: Große Mehrheit will gefragt werden













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Organspende: Große Mehrheit will gefragt werden
 


Fast drei Viertel der Deutschen wollen von den Krankenkassen zum Thema Organspende befragt werden. 72 Prozent finden den Vorschlag der Politik gut, die grundsätzliche Organspendebereitschaft bei jedem Mitglied abzufragen. Sie würden ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende dabei festlegen. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. 71 Prozent der rund 1000 Befragten gaben an, generell zur Organspende bereit zu sein. Es bestehe aber noch hoher Beratungsbedarf.

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte zu Beginn der Woche vorgeschlagen, alle Krankenversicherten über ihre Kasse nach ihrer Spendenbereitschaft befragen zu lassen. Die Befürworter des Vorschlags möchten laut Forsa-Umfrage entweder von ihrem Hausarzt (44 Prozent) oder von ihrer Krankenkasse (33 Prozent) befragt werden.

Die Bereitschaft zur Organspende ist unabhängig von Alter und Geschlecht hoch. Mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt haben sich bereits 41 Prozent der Befragten, 25 Prozent haben sich noch überhaupt nicht damit beschäftigt. «Mit guten Aufklärungskampagnen kann die bestehende große Offenheit zum Thema sicher dazu genutzt werden, die Zahl der Organspenden weiter zu erhöhen», sagte Christina Sewekow von der DAK.

Wer nicht zu einer Organspende bereit ist, hat der Umfrage zufolge oft Angst, dass die Ärzte bei einer schweren Krankheit dann nicht alles täten, um sein Leben zu retten. Das gaben 44 Prozent der Befragten an. 39 Prozent möchten sich nicht mit dem Tod beschäftigen. Weitere Gründe sind die Ungewissheit, was mit den Organen passiert (29 Prozent) und religiöse oder ethische Bedenken (28 Prozent).

30.09.2011 l PZ/dpa
Foto: ABDA
 

 

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