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Organspende: Kassen erfragen Spendebereitschaft

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Organspende: Kassen erfragen Spendebereitschaft
 


Demnächst sollen die Krankenkassen ihre Versicherten fragen, ob Sie zu einer Organspende bereit sind. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will diese Aufgaben für die Kassen zur Pflicht machen – und zwar bald: im Rahmen der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte, die ab Oktober erfolgt. Das sieht ein Vorschlag des Ministers für eine Änderung des Transplantationsgesetzes vor, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet und das Bundesgesundheitsministerium bestätigte.

Die Antwort der Versicherten soll in einem Organspendeausweis dokumentiert werden, den die Kassen zur Verfügung stellen sollen. Die Versicherten können dabei einer Organspende zustimmen, sie ablehnen oder erklären, dass sie sich zunächst nicht entscheiden möchten. Die Kassen werden zudem verpflichtet, qualifizierte Ansprechpartner für Fragen der Versicherten zur Verfügung zu stellen.

Von rund 12 000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, sterben jährlich etwa 3000. Viele Menschen sind bereit zu einer Spende nach ihrem Tod, haben aber keinen Spenderausweis ausgefüllt. Das stellt insbesondere die Angehörigen im Ernstfall vor das Problem, den Willen ihres gerade verstorbenen Familienmitglieds im Krankenhaus zu erklären, sofern sie ihn kennen.

26.09.2011 l PZ/dpa
Foto: Fotolia/Sven Weber
 

 

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