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Kein Arzneimittelversand in Österreich
 
Kein Arzneimittelversand in ÖsterreichIn Österreich ist der Versandhandel mit Arzneimitteln verboten. Wer Arzneimittel im Internet bestellt und sich schicken lässt, macht sich strafbar. Darauf wies Dr. Martin Hochstöger, Präsident der Apothekerkammer Tirol, bei einer Podiumsdiskussion hin, die im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen und der Österreichischen Pharmazeutischen Gesellschaft in Innsbruck stattfand.

Auch in Österreich gebe es einen «Bedarf für den Online-Einkauf» von Arzneimitteln, berichtete Dr. Christian Maté, Geschäftsführer des Gesundheitsportals Netdoktor.at. Die Verbraucher würden illegale Anbieter im Internet aber nicht erkennen. Gemäß einer Studie der Universität Wien nehme der Bürger Sicherheits- und Gütesiegel kaum oder gar nicht wahr. Die Bürger bräuchten sichere, klar identifizierbare Angebote, beispielsweise die Internetseiten niedergelassener Apotheken, sagte Maté.

Denn selbstverständlich kann ein Kunde bei einer Apotheke online ein Arzneimittel bestellen, erklärte Hochstöger im Gespräch mit der Pharmazeutischen Zeitung. «Er muss es aber dort abholen. Zuschicken dürfen wir nur Nicht-Arzneimittel.» Die österreichischen Apotheker informieren die Bevölkerung seit Jahren in großen Kampagnen darüber, welche Gefahren Arzneimittel aus dem Internet bergen können. «Das sehen wir als unsere Aufgabe an», so Hochstöger. Vermutlich wüssten viele Bürger überhaupt nicht, dass Arzneimittelversand in Österreich verboten ist und auch dem Besteller eine Geldstrafe droht, wenn der illegale Versand entdeckt wird.
In der legalen Vertriebskette in Österreich wurden laut Hochstöger bislang keine gefälschten Arzneimittel entdeckt. Möglicherweise sei dies aber ein Problem der Stichprobenprüfung. Der Apotheker geht von einer «hohen Dunkelziffer» aus. (bmg)

23.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Krautberger
 

 

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