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Schmidt: Hermann sollte sich besser informieren













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Schmidt: Hermann sollte sich besser informieren
 


Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände weist Christopher Hermanns Kritik am Medikationskatalog zurück. Der stellvertretende Vorsitzende der AOK Baden-Württemberg hatte gegenüber der «Ärzte Zeitung» das ABDA-KBV-Modell abgelehnt, weil er um die Zukunft der Rabattverträge fürchtet. Diese könnten nicht außer Kraft gesetzt werden, sagte Hermann und bezog sich auf ein angebliches Zitat von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), das Modell sei eine Alternative zu Rabattverträgen.

ABDA-Vizepräsident Friedemann Schmidt widerspricht Hermann deutlich. Der Medikationskatalog torpediere die Rabattverträge nicht und sei auch keine Alternative dazu. Der ABDA-Vize erwartet von Hermann mehr Recherche. «Bevor Dr. Christopher Hermann von der AOK Baden-Württemberg ein Interview gibt und Konzepte kritisiert, sollte er diese zumindest richtig lesen», sagte Schmidt. «Das Zukunftskonzept ist durchdacht und praktikabel. Wir werden hier absichtlich von jemandem missverstanden, der keine Argumente gegen unser Zukunftskonzept findet.»

Hermann hatte das Konzept in der «Ärzte Zeitung» als «Bankrott der verfassten Ärzteschaft» bezeichnet. Die Ärzte gäben damit «die Therapiehoheit am Counter der Apotheken ab», behauptete der Erfinder der AOK-Rabattverträge.

Schmidt kann diese Sicht der Dinge nicht nachvollziehen. Die Therapiehoheit der Ärzte sei keinesfalls in Gefahr. Die Ärzte dürften vom Medikationskatalog abweichen, der mache Empfehlungen, keine zwingenden Vorgaben. Der Arzt entscheide alles, was therapeutisch notwendig sei. (dr)

23.09.2011 l PZ
Foto: ABDA
 

 

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