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Barmer-GEK-Report: Mit Heil- und Hilfsmittel Kosten sparen

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Barmer-GEK-Report: Mit Heil- und Hilfsmittel Kosten sparen
 


Heil- und Hilfsmittel spielen in der medizinischen Versorgung eine wachsende Rolle. 2010 hat die Barmer-GEK rund 7 Prozent ihrer Ausgaben für diesen Bereich aufgebracht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 7,8 Prozent bei den Heil- und 5,1 Prozent bei den Hilfsmitteln. Diese Zahlen nennt der Barmer-GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2011, den Deutschlands größte Krankenkasse heute in Berlin vorgestellt hat.

Der stellvertretende Barmer-GEK-Chef Rolf-Ulrich Schlenker sprach von einem wachsenden Markt. Grund hierfür sei vor allem der wachsende Anteil alter Menschen in der Bevölkerung. «Im Grunde ist der Heil- und Hilfsmittelmarkt aber immer noch eine teure Blackbox, über die wir zu wenig wissen.»

Schlenker kritisierte, dass Heil- und Hilfsmittel häufig nicht als Behandlungsalternative zum Einsatz kämen. So würden etwa bei Venenerkrankungen Arzneimittel bevorzugt und Operationen vorgenommen, obwohl eine Kompressionstherapie in vielen Fällen besser wirke, sagte Schlenker. «Der gezielte Einsatz von Heil- und Hilfsmitteln könnte den Patienten unnötige oder verfrühte Krankenhausaufenthalte und überflüssige chirurgische Eingriffe ersparen.»

Der Gesundheitsexperte Dr. Gerd Glaeske, Professor an der Universität Bremen und Autor des Barmer-GEK-Reports, forderte, den Heilmittelkatalog zu überarbeiten, den der Gemeinsame Bundesausschuss aufstellt. Viele Therapieoptionen seien darin nicht aufgelistet und würden somit nicht eingesetzt. Zudem sollten Heilmittel im Vergleich zu Medikamenten und Operationen getestet werden, um so ihren Nutzen herauszustellen, sagte Glaeske. (sch)

21.09.2011 l PZ
Foto: Barmer-GEK
 

 

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