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Hausärzte kritisieren ABDA-KBV-Modell

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Hausärzte kritisieren ABDA-KBV-Modell
 


Der Hausärzteverband macht Stimmung gegen das ABDA-KBV-Konzept. In der «Süddeutschen Zeitung» wirft Verbands-Chef Ulrich Weigelt der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor, sie sei ohne Not bereit, Kompetenzen abzugeben und ein «Apothekenfütterungsprogramm» zu unterstützen. Er gehe fest davon aus, dass der Hausärzteverband den von Apothekern und Kassenärzten geplanten Medikationskatalog ablehnen werde. Es seien vor allem die Apotheker, die von dem Konzept profitieren, behauptet Weigelt und ignoriert dabei, dass die KBV bei der Umsetzung von Medikationskatalog, Wirkstoffverordnung und Medikationsmanagement die Abschaffung der Richtgrößenprüfung fest im Blick hat.

Ob es Weigelt bei seiner Kritik nur um das ABDA-KBV-Modell geht, ist fraglich. Der Streit zwischen KBV und dem Hausärzteverband schwelt schon seit Langem. Hausarzt Weigelt war über viele Jahre selbst stellvertretender KBV-Vorsitzender. Nach seiner Abwahl wurde der Ton zwischen den beiden Ärzteorganisationen rauer.

Andere Ärztevertreter sehen das gemeinsame Konzept von Ärzten und Apothekern deutlich positiver. Die Bundesärztekammer hat Pläne der Koalition ausdrücklich begrüßt. Der geplante Medikationskatalog könne zu mehr Wirtschaftlichkeit beitragen und die Versorgungsqualität verbessern, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery laut einer Pressemeldung. Und auch beim Hartmann-Bund sieht man die Dinge differenzierter als Weigeldt. Dessen Chef Kuno Winn steht einem Test des Medikationskatalogs positiv gegenüber, forderte aber gleichzeitig den Erhalt der Therapiefreiheit. Ärzte müssten in begründeten Einzelfällen vom Katalog abgeweichen dürfen. In diesem Punkt sind sich auch ABDA und KBV einig. (dr)

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15.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Vitas
 

 

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