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Türöffner für Blut-Hirn-Schranke entdeckt

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Türöffner für Blut-Hirn-Schranke entdeckt
 


Ein gezieltes Öffnen und Schließen der Blut-Hirn-Schranke (BHS) bietet einen neuen Therapieansatz für Alzheimer, Multiple Sklerose und andere ZNS-Erkrankungen. Forscher der Cornell-Universität in New York aktivierten Adenosin-Rezeptoren auf Zellen, die die Blut-Hirn-Schranke bilden. Anschließend konnten sie größere Moleküle wie Dextrane und Antikörper durch die Barriere schleusen, berichten sie im «Journal of Neuroscience». Zwar wiesen die Wissenschaftler den Mechanismus bislang nur an Mäusen nach. Die menschliche Blut-Hirn-Schranke besteht jedoch aus vergleichbaren Zellen, die ebenfalls mit Adenosin-Rezeptoren besetzt sind.

Der Filtereffekt der Blut-Hirn-Schranke beruht auf den sehr dicht schließenden Endothelzellen der Kapillaren im Gehirn. Ohne spezielle Transportmechanismen erreichen in der Regel nur sehr kleine oder lipophile Substanzen das Gehirn. «Die größte Hürde jeder neurologischen Erkrankung ist, dass wir nicht in der Lage sind, diese zu therapieren, wenn der Arzneistoff nicht in das Gehirn gelangt», erklärt Studienleiterin Margaret Bynoe. Erste Erfolge erzielten die Wissenschaftler an transgenen Alzheimer-Mäusen, bei denen nach Aktivierung der Adenosin-Rezeptoren ein Anti-β-Amyloid-Antikörper die Blut-Hirn-Schranke passierte und an β-Amyloid-Plaques band. Zur Behandlung der Multiplen Sklerose setzen sich die Forscher auf ein gezieltes Schließen der Endothelzellen, um Immunzellen am Eintritt zu hindern. (ar)

14.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/AKS
 

 

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