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Suizidprävention: Das Schweigen brechen

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Suizidprävention: Das Schweigen brechen
 


Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland etwa 10 000 Menschen das Leben. «Damit hat Deutschland die zweithöchste Zahl von Suiziden in Europa», sagte Professor Dr. Armin Schmidtke vom Nationalen Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) bei einer Pressekonferenz in Berlin. Auch global betrachtet stelle suizidales Verhalten ein großes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem dar: Etwa eine Million Menschen verlören weltweit pro Jahr ihr Leben durch Suizid, mehr als durch Kriege, Aids und Morde zusammen. Der Welttag der Suizidprävention, der jedes Jahr am 10. September begangen wird, soll das Problem in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

«Jeder Suizid hat im Durchschnitt Auswirkungen auf mindestens sechs andere Personen», sagte Schmidtke. Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen eines Menschen, der sich das Leben genommen hat, empfinden häufig Schock und Trauer, aber auch Scham und Schuld. Hilfs- und Gesprächsangebote für Betroffene nennt das NaSPro in einem Faltblatt, das auf www.suizidpraevention-deutschland.de/downloads.html zum Download bereitsteht. Dort finden sich noch weitere Informationsblätter für bestimmte Risikogruppen wie beispielsweise Ältere oder Jugendliche.

Mindestens 4 bis 5 Prozent aller Menschen haben Schmidtke zufolge im Laufe ihres Lebens Suizidideen. Längst nicht jeder unternimmt aber tatsächlich einen Suizidversuch. Aufmerksamkeit, die gezielte Ansprache von Gefährdeten und die Vermittlung von professionellen Hilfeangeboten können einen Suizid verhindern helfen. Daran sollte jeder im Umgang mit anderen Menschen denken, nicht nur am 10. September. (am)

Nützliche Web-Adressen:
www.suizidprophylaxe.de
www.suizidpraevention-deutschland.de
www.agus-selbsthilfe.de
www.nummer-gegen-kummer.de

09.09.2011 l PZ
Foto: Fotolia/Kneschke
 

 

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