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Wartezeiten: Ärzte geben Kontra













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Wartezeiten: Ärzte geben Kontra
 


Die Ärzte wehren sich gegen Strafen bei zu langen Wartezeiten für Kassenpatienten. «Die Versorgung der Patienten wird doch nicht dadurch besser, dass den Ärzten auch noch die Honorare gekürzt werden», sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery am Montag in Berlin. Ärztemangel und die stärkere Verbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung seien die wahren Gründe für volle Wartezimmer.

Die schwarz-gelbe Koalition will Ärzte und Krankenkassen gesetzlich verpflichten, für eine zeitnahe Terminvergabe zu sorgen. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, sagte, Versicherte stets sofort zu behandeln, sei weder personell noch finanziell möglich: «Auch Ärzte können nicht mehr als arbeiten.» Anreize für kürzere Wartezeiten seien gut, Honorarkürzungen lehnte Köhler ab.

Die AOK begrüßte die Initiative von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Obwohl die Kassen den Ärzten allein in den vergangenen vier Jahren fast fünf Milliarden mehr an Honorar gezahlt hätten und die Zahl der Mediziner weiter zugenommen habe, seien die Wartezeiten wegen immer mehr Privatabrechnungen gestiegen, sagte der designierte AOK-Verbandschef Jürgen Graalmann dem «Tagesspiegel».

Lesen Sie dazu auch
Arzt-Termine: Ministerium will Ambulanz als Notlösung
Sprechzeiten: AOK nimmt Ärzte ins Visier

06.09.2011 l dpa
Foto: Fotolia/Kneschke
 

 

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